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Leistung im Detail

Graffiti von Naturstein, Klinker und Beton entfernen

Mineralische Untergründe saugen Sprühlack regelrecht auf: Die Pigmente wandern in die Poren und sitzen dort fest. Wir holen sie mit mehrstufigen, materialschonenden Verfahren wieder heraus – ohne Säuren, ohne Sandstrahlen, bundesweit und mit kostenloser Probefläche am eigenen Stein.

Illustration: Ein TRODATEC-Mitarbeiter streicht eine weiße Kompresse auf das Graffiti einer historischen Sandstein-Bruchsteinmauer, ein zweiter prüft kniend die Probefläche am unbehandelten Stein, daneben steht das Firmenfahrzeug

Unverbindlich TÜV-geprüft · ISO 9001

Bildmotiv: Illustration unserer Arbeitsweise – echte Kundenprojekte ansehen

Warum Stein die Königsdisziplin ist

Sandstein, Klinker, Kalkstein und unbeschichteter Beton sind porös – ihr Kapillarsystem zieht flüssigen Lack in die Tiefe, wo er aushärtet. Anders als auf glatten Flächen genügt es hier nicht, eine Schicht abzuwischen: Die Farbe muss aus dem Porenraum selbst gelöst und herausgearbeitet werden.

Makellose Gebäudefassade nach der Graffitientfernung durch TRODATEC
Gebäudefassade mit Graffiti vor der Entfernung durch TRODATEC
VorherNachher
GraffitientfernungFliesenfassade

Dafür setzen wir auf eine mehrstufige Abnahme: Zunächst wird der oberflächliche Lack abgetragen, anschließend werden die verbliebenen Pigmente in weiteren Durchgängen aus den Poren geholt – mit Zwischenprüfung, damit nur so intensiv wie nötig gearbeitet und das Steingefüge geschont wird. Ob dabei blasse Aufhellungen verbleiben, zeigt Ihnen die kostenlose Probefläche vor der Beauftragung.

Vor dem ersten Handgriff steht deshalb die Materialbestimmung: Welches Gestein liegt vor, wie ist seine Oberfläche bearbeitet, ist das Bindemittel kalkhaltig? Erst daraus ergibt sich, welche Mittel überhaupt in Frage kommen. Geprüft wird das anschließend an einer unauffälligen Stelle desselben Bauteils – nicht am Portal und nicht in Augenhöhe neben der Haustür.

Worauf Sie sich verlassen können

Was eine professionelle Graffitientfernung leisten muss

Mehrstufige Tiefenabnahme

Pigmente werden schrittweise aus dem Porenraum gelöst – kontrolliert, mit Zwischenprüfung nach jedem Durchgang.

  • Intensität steigt nur bei Bedarf
  • Zwischenstand wird trocken beurteilt

Entschieden wird an der abgetrockneten Fläche: Ein weiterer Durchgang folgt nur, wenn er sichtbar noch etwas bringt.

Steingefüge bleibt intakt

Keine aggressiven Strahlmittel, die Oberflächen aufrauen und den Stein dauerhaft anfälliger für neue Verschmutzung machen.

  • Kein Sandstrahlen, kein Anschleifen
  • Keine harten Strahlmittel am Weichstein

Die gewachsene Steinhaut kommt nicht zurück. Deshalb lehnen wir Sandstrahlen und Anschleifen ab, auch wenn es schneller ginge.

Mittelwahl nach Bindemittel

Ob ein Untergrund kalkgebunden ist, entscheidet über die Auswahl der Mittel – bei Kalkstein, Muschelkalk, Travertin, Beton und Zementfuge bleiben Säuren außen vor.

  • Kalkgebundene Flächen ohne Säure
  • Verträglichkeit vorab geprüft

Was auf Granit vertretbar wäre, ätzt eine Kalksteinoberfläche in kurzer Zeit matt. Deshalb steht die Bestimmung vor dem Angebot.

Erfahrung mit historischer Substanz

Bei Klinkerbauten, Natursteinsockeln und denkmalgeschützten Flächen stimmen wir das Vorgehen auf die Empfindlichkeit des Materials ab.

  • Abstimmung mit der Denkmalpflege
  • Lückenlose Fotodokumentation

Verfahren, Testausschnitt und Dokumentation stimmen wir bei geschützter Substanz auf Wunsch mit der zuständigen Behörde ab.

Realistisches Ergebnis vorab sichtbar

Die Probefläche zeigt kostenlos, wie sauber Ihr Stein wird und ob Restaufhellungen verbleiben – bevor Sie sich festlegen.

  • Getestet am eigenen Bauteil
  • Ergebnis wird fotografisch festgehalten

Kostenlos und ohne Auftragsbindung: Sie dürfen nach dem Testausschnitt auch absagen, ohne dass Kosten entstehen.

So gehen wir vor

Graffitientfernung: so läuft Ihr Auftrag ab

Der komplette Ablauf im Detail – von der Analyse bis zur dokumentierten Übergabe – steht auf unserer Verfahrensseite.

  1. Fassade mit Graffiti vor der Begutachtung
    1

    Schritt 1 von 4

    Material und Bauteil aufnehmen

    Wir bestimmen Gestein, Oberflächenbearbeitung und Fugenbild – und wo das Graffiti sitzt: Sockel, Portal, Stützmauer oder Bodenfläche.

    • Gesteinsgruppe und Bindemittel werden festgehalten
    • Frühere Imprägnierungen bitte melden, sie verbessern die Aussicht
    • Fugenart und Fugenzustand kommen mit auf die Liste
  2. Teilweise entferntes Graffiti: gereinigter Streifen auf der Wand
    2

    Schritt 2 von 4

    Verträglichkeitsprüfung an verdeckter Stelle

    Bevor die Sichtfläche angefasst wird, prüfen wir Mittel und Vorgehen an einer unauffälligen Stelle desselben Materials.

    • Rückseite, Sockel oder Fläche hinter dem Fallrohr
    • Ort und Größe des Ausschnitts stimmen wir mit Ihnen ab
  3. 3

    Schritt 3 von 4

    Angebot mit getrennten Positionen

    Sie erhalten die Abnahme, eine etwaige Nacharbeit an den Fugen und einen optionalen Oberflächenschutz als jeweils eigene Position.

    • Optionaler Schutz nur nach ausdrücklicher Freigabe
    • Zugangstechnik und Absperrung sind ausgewiesen
  4. Makellose Fassade nach der Graffitientfernung
    Abschluss:

    Abschluss

    Abschnittsweise Ausführung und Übergabe

    Gearbeitet wird in überschaubaren Feldern. Abgenommen wird am trockenen Stein, mit Foto- und Leistungsnachweis für Ihre Unterlagen.

    • Zwischenergebnis wird je Abschnitt geprüft
    • Verbleibende Spuren werden benannt und begründet

Das TRODATEC-Verfahren im Detail

Kapillarwirkung: warum Stein Farbe regelrecht trinkt

Mineralische Baustoffe sind von einem feinen Netz aus Poren und Kapillaren durchzogen – demselben System, über das sie Regenwasser aufnehmen und wieder abgeben; dieselbe Sprühdose hinterlässt darauf je nach Material völlig unterschiedliche Aufgaben. Eine positive Ausnahme: Wurde der Stein früher hydrophobiert oder imprägniert, ist die Saugfähigkeit herabgesetzt und die Prognose verbessert sich deutlich – wissen Sie von einer solchen Behandlung, etwa aus einer Fassadensanierung, teilen Sie es uns unbedingt mit.

Wie unterschiedlich zwei Gesteine reagieren, lässt sich an einem Regentag beobachten: Auf Granit steht das Wasser in Tropfen, Sandstein dunkelt binnen Sekunden nach, weil er es einzieht. Mit flüssigem Sprühlack wiederholt sich genau das. Auf dem dichten Hartgestein bleibt er als Film oben liegen, im offenporigen Weichstein verschwindet ein Teil in der Fläche, bevor die Lösemittel überhaupt verdunstet sind – und was einmal unter der Sichtfläche liegt, lässt sich nicht mehr abwischen, sondern nur noch herausholen.

  1. 4

    Aufliegender Lackfilm

    Der sichtbare Teil der Schmiererei – oberflächliches Abwischen erreicht nur ihn, nicht die eingedrungenen Pigmente darunter.

  2. 3

    Steinhaut

    Die gewachsene Sichtfläche mit ihrer charakteristischen Struktur – sie zu erhalten ist das Ziel jeder schonenden Bearbeitung.

  3. 2

    Porenraum mit Pigmenten

    Die Kapillaren wirken wie ein Docht: Sie ziehen Bindemittel und Pigmente unter die Oberfläche, wo das Gemisch aushärtet und mechanisch verankert ist.

  4. 1

    Tieferes Steingefüge

    Hierhin gelangt der Lack nicht – die Rückstände müssen gelöst, mobilisiert und kontrolliert herausgearbeitet werden, gegen die Saugrichtung der Kapillaren.

Querschnitt: wo der Sprühlack im Stein sitzt

Steinsorten im Praxis-Steckbrief

Jede Steinsorte stellt eigene Anforderungen an Mittel und Geduld – und Beton tritt in vielen Gesichtern auf, vom dichten, geschalten Sichtbeton bis zum offenporigen Betonwerkstein: Jung und glatt verhält er sich fast wie eine dichte Fläche, gealtert und verwittert wie ein saugender Naturstein; schalungsglatte Wände, besenraue Oberflächen und gewaschene Zuschläge nehmen Farbe jeweils anders an. Die Einordnung treffen wir deshalb grundsätzlich am Objekt, nicht am Schreibtisch.

Wie empfindlich die Steinsorten auf die Abnahme reagieren

  • Sandstein

    Weich, stark saugend und mit einer Oberfläche, die grobe Bearbeitung sofort übelnimmt – Pigmente wandern am tiefsten ein, die Zahl der Durchgänge ist hoch. Behutsam gestufte Arbeit erhält Haptik und Farbe, gerade an Gründerzeitsockeln und historischen Portalen.

    Was heißt das konkret?
    • Bei gleichem Namen liegen Welten: Eine kieselig verkittete Sorte hält deutlich mehr aus als ein mürber, tonig gebundener Stein.
    • Profilierte Gewände, Kehlen und Gesimse sammeln Lack in jeder Vertiefung – dort dauert die Abnahme länger als auf der glatten Fläche daneben.
  • Kalkstein und Marmor

    Chemisch die Sensibelsten: Beide bestehen aus säurelöslichem Kalziumkarbonat, weshalb die Auswahl der Mittel eng geführt wird. Feine, teils polierte Oberflächen verlangen Verfahren, die den Glanzgrad nicht verändern.

  • Klinker und Ziegel

    Beim Brennen versintert die Oberfläche und wird nahezu dicht: Auf hart gebranntem Klinker findet flüssiger Lack kaum Poren und lässt sich meist gut lösen. Ältere, weicher gebrannte Ziegel haben diese Haut nur schwach ausgebildet und verhalten sich deutlich saugender.

    Was heißt das konkret?
    • Handgeformte und besandete Sorten tragen eine offenere Haut als glatt gepresste Riemchen und verlangen entsprechend mehr Zurückhaltung.
    • Die eigentliche Arbeit liegt an der Kante zur Fuge: Dort treffen dichte Brennhaut und weicher Mörtel auf wenigen Millimetern aufeinander.
  • Granit und Hartgestein

    Das robuste Ende der Skala: dicht, säureunempfindlicher und kaum saugend. Auf polierten Flächen liegt der Lack fast vollständig auf, in geflammter oder gestockter Rauigkeit bleibt er oberflächennah – die Prognose ist meist ausgesprochen gut.

Kalkgebunden oder nicht: die Mittelwahl kommt vor der Technik

Bei Stein entscheidet nicht zuerst das Gerät, sondern die Chemie des Untergrunds. Kalziumkarbonat – der Hauptbestandteil von Kalkstein, Marmor, Muschelkalk und Travertin – wird von Säure aufgelöst. Was als schneller Reinigungserfolg beginnt, endet dann als matte, angeätzte Stelle, die kein weiteres Verfahren zurückholt. Sie ist kein Betriebsunfall, sondern die zwangsläufige Folge des falschen Mittels.

Der zweite, häufig übersehene Punkt: Auch Beton und der Zementmörtel in den Fugen sind kalkgebunden. Eine Wand aus säureunempfindlichem Granit kann also über eine hoch empfindliche Fuge verfügen, und der Sockel unter der Sandsteinfassade besteht womöglich aus Muschelkalk. Beurteilt wird deshalb jedes Bauteil einzeln – nicht die Ansicht als Ganzes.

Kalkgebunden
Silikatisch gebunden
  • Typische Vertreter

    Kalkgebunden

    Kalkstein, Marmor, Muschelkalk, Travertin und Kalksandstein – dazu Beton, Zementfuge und kalkgebundener Altmörtel.

    Silikatisch gebunden

    Granit, Gneis, Basalt, Quarzit und hart gebrannter Klinker; Sandstein liegt je nach Bindemittel dazwischen.

  • Reaktion auf Säure

    Kalkgebunden

    Einschränkung: Die Oberfläche wird angegriffen und bleibt stumpf – auffällig oft erst, wenn die Fläche wieder abgetrocknet ist.

    Silikatisch gebunden

    Vorteil: Weitgehend gleichgültig gegenüber sauren Mitteln; die Grenze liegt hier bei der Mechanik, nicht bei der Chemie.

  • Womit wir arbeiten

    Kalkgebunden

    Ausschließlich säurefreie, auf den Lacktyp abgestimmte Mittel, knapp bemessen und kontrolliert wieder abgetragen.

    Silikatisch gebunden

    Ebenfalls ohne Säuren – der Spielraum ist größer, weil die Oberfläche selbst kaum reagiert.

  • Erkennen am Objekt

    Kalkgebunden

    Helle, feinkörnige Steine mit Adern oder Fossilspuren, dazu alle grauen Zementflächen und Fugen.

    Silikatisch gebunden

    Sichtbare Kristalle, kräftige Sprenkelung oder eine harte, gebrannte Haut sprechen für die robustere Gruppe.

  • Risiko im Eigenversuch

    Kalkgebunden

    Einschränkung: Viele Reiniger aus dem Handel sind sauer eingestellt – auf Kalkstein ist der Schaden danach größer als das Graffiti.

    Silikatisch gebunden

    Einschränkung: Hier droht das Verreiben: Der Lack wird über die Fläche verteilt und sitzt anschließend in jeder Vertiefung.

Zwei Untergrundgruppen, zwei Mittelwege

Klinker und Ziegel: der Stein ist dicht, die Fuge nicht

Auf einer Klinkerwand trifft der Sprühlack zwei Materialien in einem Zug: die versinterte, nahezu dichte Steinhaut und wenige Millimeter tiefer den weichen, saugenden Mörtel. Der Stein gibt die Farbe meist bereitwillig her, die Fuge nicht – und weil sie zurückliegt, sammelt sich dort beim Sprühen zusätzlich Material. Der Fugenmörtel ist damit kein Nebenschauplatz, sondern die eigentliche Aufgabe an einer Klinkerfassade.

Wie es weitergeht, entscheidet der Zustand des Mörtels und nicht der Wunsch nach Perfektion. Eine feste, gut verfüllte Fuge lässt sich mitbehandeln. War der Mörtel schon vor der Schmiererei mürbe, ausgewaschen oder rissig, ist die Grenze der Reinigung erreicht: Verlorener Mörtel kommt durch kein Verfahren zurück, er muss ersetzt werden – als eigene Position, nach eigener Beurteilung und nicht stillschweigend im Zuge der Abnahme.

Ausgangspunkt

Graffiti über Stein und Fuge

Der Schriftzug läuft quer über die Wand und macht keinen Unterschied zwischen hart gebranntem Klinker und weichem Fugenmörtel – die Behandlung muss ihn machen.

Fuge ist tragfähig

im Zuge der Abnahme
  1. 1

    Stein und Fuge getrennt führen

    Beide Materialien werden im Wechsel bearbeitet: der Klinker zügiger, die Fuge zurückhaltender und mit deutlich weniger Mechanik.

  2. 2

    Fugenflanken schonen

    Die Kanten am Übergang bleiben unangetastet, damit keine ausgespülten Ränder entstehen, in denen später Wasser stehen bleibt.

  3. 3

    Restaufhellung akzeptieren

    Bleibt im Mörtel eine blasse Spur, ist das der ehrlichere Abschluss als eine leergeräumte Fuge im sauberen Klinker.

Fuge war schon offen

getrennte Position
  1. 1

    Zustand vorab festhalten

    Lose, rissige oder ausgewaschene Fugen werden vor dem ersten Durchgang fotografiert – damit später klar ist, was schon vorher fehlte.

  2. 2

    Über der Schwachstelle bremsen

    Dort wird die Intensität heruntergefahren; Ziel ist, keinen weiteren Mörtel zu verlieren, auch wenn ein Rest sichtbar bleibt.

  3. 3

    Neuverfugung planen

    Das Nachverfugen ist eine eigene handwerkliche Leistung. Sie wird gesondert beurteilt und beauftragt, nicht nebenbei mitgemacht.

Wand ohne ausgewaschene Fugen

Beide Wege haben dasselbe Ziel: eine Ansicht, an der niemand die Bearbeitung an aufgehellten Fugenbändern ablesen kann. Ob dafür Nacharbeit am Mörtel nötig ist, erfahren Sie vor der Beauftragung und nicht hinterher.

Zwei Wege zu einem ruhigen Fugenbild

Die mehrstufige Abnahme, Schritt für Schritt

Die gestufte Vorgehensweise holt die Rückstände in kontrollierten Durchgängen aus dem Porenraum – gesteigert wird die Intensität nur, solange der Zugewinn den Eingriff rechtfertigt. Irgendwann steht dem letzten Rest Pigment ein unverhältnismäßiger Angriff auf das Steingefüge gegenüber; diesen Punkt benennen wir offen.

Zwischen den Stufen liegt jeweils eine Trocknungspause, und die kostet mehr Zeit als das Arbeiten selbst. Wer eine Natursteinfläche in einem Zug durchziehen will, hat entweder eine sehr kleine Fläche vor sich oder er beurteilt am nassen Stein – das eine ist möglich, das andere führt zu Nachbesserungen.

  1. 1

    Aufliegenden Lackfilm abnehmen

    Der erste Durchgang reduziert die Schmiererei optisch bereits deutlich – die im Porenraum sitzenden Pigmente werden jetzt erst richtig sichtbar und präzise beurteilbar.

  2. 2

    Am trockenen Stein bewerten

    Zwischen den Stufen muss die Fläche abtrocknen: Nasser Stein wirkt dunkler und gleichmäßiger und täuscht ein besseres Resultat vor, als der trockene Zustand zeigt.

  3. 3

    Rückstände lösen und austragen

    In den Folgedurchgängen werden die verbliebenen Pigmente gezielt mobilisiert und aus den Poren geholt – so oft, wie es das Material verträgt.

  4. 4

    Einzelne Nester punktuell angehen

    Bleiben nur noch vereinzelte dunkle Stellen in tiefen Poren, werden genau diese nachbehandelt, statt die gesamte Fläche ein weiteres Mal zu belasten.

  5. 5

    Verhältnismäßig abschließen

    Was an blasser Aufhellung bleibt, überlassen wir der Bewitterung oder die Fläche wird im Anschluss gezielt geschützt – das Gefüge bleibt erhalten.

So arbeiten wir uns durch die Abnahme-Stufen

Alter, Sonne und die Grenze des Verhältnismäßigen

Ein mehrere Jahre altes Graffiti auf einer Sandstein-Südseite gehört zu den anspruchsvollsten Fällen überhaupt – machbar ist oft viel, aber selten alles. Deshalb gilt bei Stein mehr als überall sonst: Die Probefläche ist keine Formalität, sondern Ihre Entscheidungsgrundlage – Sie sehen am eigenen Material, was erreichbar ist, und beauftragen auf Basis eines echten Resultats statt einer Hochglanzprognose.

Warum sie hier nicht optional ist, hat einen schlichten Grund: Es gibt keine Korrekturlage. Eine Sichtsteinfläche lässt sich nicht überarbeiten, um einen Fehlgriff zu überdecken – die Oberfläche, die nach der Abnahme dasteht, ist die, mit der das Gebäude weiterlebt. Ein Testausschnitt an verdeckter Stelle kostet einen Vormittag und nimmt genau dieses Risiko aus dem Auftrag heraus.

  1. 1Kurz nach der Tat

    Pigmente sitzen noch oberflächennah

    Das Gemisch ist noch nicht durchvernetzt, die eingedrungene Menge begrenzt – die Aussicht auf ein nahezu vollständiges Ergebnis ist jetzt am größten.

    Jetzt hilft: Sofort melden, auch wenn der Termin einige Tage später liegt.

  2. 2Erste Bewitterung

    Sonne verfestigt den Lack im Porenraum

    UV-Strahlung vernetzt das Bindemittel zunehmend, Wärme treibt es tiefer in den Porenraum – besonnte Flächen härten dabei besonders gründlich aus.

    Jetzt hilft: Fotos schicken, statt den Termin in die nächste Saison zu schieben.

  3. 3Nach Jahren

    Der Lack ist im Kapillarsystem verankert

    Bindemittel und Pigment sind vollständig durchgehärtet und sitzen tief. Die Zahl der nötigen Durchgänge steigt, der Zugewinn je Durchgang sinkt – ab hier bestimmt das Alter des Schadens den Aufwand und nicht mehr seine Größe.

    Jetzt hilft: Erwartung am Testausschnitt kalibrieren, bevor kalkuliert wird.

  4. 4Am Ende der Skala

    Wenn der letzte Rest mehr kostet, als er wert ist

    Irgendwann steht einem kaum noch wahrnehmbaren Pigmentrest ein Eingriff gegenüber, der die Steinhaut kostet. Diesen Punkt benennen wir und arbeiten nicht darüber hinaus. Viele der verbleibenden Aufhellungen treten mit der Bewitterung weiter zurück – zusagen lässt sich das nicht.

    Jetzt hilft: Fläche in diesem Zustand übergeben oder gezielt schützen.

Ihr Objekt, Ihre Zahl

Was Ihre Fläche kostet, sagen wir nach dem Blick darauf

Besichtigung und Probefläche sind kostenlos. Sie erhalten eine belastbare Kalkulation statt einer Schätzung am Telefon — und entscheiden erst danach.

  • Kostenlos und unverbindlich
  • Rückruf oder E-Mail – wie Sie möchten
  • Festpreis erst nach der Besichtigung

Kostenlos und unverbindlich. Sie entscheiden erst nach der Probefläche.

Nach der Abnahme: Trocknung, Salze und der richtige Zeitpunkt

Eine mineralische Fläche verlässt die Behandlung nicht nur oberflächlich feucht: Der Stein hat Wasser in sein Kapillarsystem aufgenommen und gibt es über Tage wieder ab. Diese Trocknungsphase gehört zum Auftrag – sie ist der Grund, warum die Abnahme des Ergebnisses später liegt als der letzte Arbeitsschritt, und der Grund, warum die Jahreszeit bei Stein mehr mitspricht als an anderen Untergründen.

In dieser Phase kann sich auf saugfähigen Steinen ein heller Schleier zeigen. Das ist meist kein Rückstand unserer Arbeit, sondern Salz aus dem Bauteil selbst: Es geht mit dem eingebrachten Wasser in Lösung, wandert nach außen und kristallisiert an der verdunstenden Oberfläche. Trockenes Abnehmen genügt in der Regel; ein saurer „Kalklöser“ aus dem Handel wäre hier der zweite Fehler nach dem ersten. Zeigt sich der Schleier über Monate immer wieder, steckt eine dauerhafte Feuchtequelle im Bauteil – das ist dann eine bauliche Frage und keine Reinigungsfrage.

  1. März – MaiIdeal

    Frühjahr: lange Trocknungsfenster

    Frostfreie Nächte und zunehmend trockene Luft: Der Stein gibt aufgenommenes Wasser zügig ab, das Ergebnis lässt sich früh beurteilen, und ein optionaler Schutz kann zeitnah anschließen.

  2. Juni – AugustMöglich

    Sommer: die Hitze arbeitet gegen uns

    Trocknung ist im Sommer kein Thema, dafür heizen besonnte Flächen auf: Mittel trocknen an, bevor sie wirken. An der Südseite verlagert sich die Arbeit deshalb in die kühleren Morgenstunden.

  3. September – NovemberIdeal

    Herbst: moderate Bedingungen

    Milde Temperaturen ohne aufgeheizte Wandflächen sind die angenehmste Lage für die Abnahme. Je später im Jahr, desto länger die Pausen – und desto wichtiger, dass der Stein vor dem Frost durchtrocknet.

  4. Dezember – FebruarUngeeignet

    Winter: Frost setzt die Grenze

    Wassergesättigter Stein und Frost passen nicht zusammen: Gefrierendes Wasser im Porenraum sprengt Korn und Fuge. Melden sollten Sie den Schaden trotzdem sofort – wir legen den Einsatz dann in ein geeignetes Fenster.

Was die Jahreszeit am Stein verändert

Zeitpunkt

Frisch besprüht? Melden Sie es heute

Der Termin darf einige Tage später liegen – die Meldung nicht. Schicken Sie uns Fotos der Fläche und, soweit bekannt, die Steinart. Sie erhalten eine erste Einordnung, bevor Sie irgendetwas beauftragen.

Denkmalschutz und Patina: was vorher geklärt sein muss

Bei geschützter Substanz ist die Abnahme der kleinere Teil der Aufgabe. Der größere ist die Frage, was überhaupt verschwinden darf: Ein Sandsteinportal aus dem 19. Jahrhundert trägt eine gewachsene Oberfläche, die zu seinem Wert gehört – wer das Graffiti zusammen mit ihr abnimmt, hat den Schaden nicht behoben, sondern verdoppelt. Die Patina ist hier Schutzgut, nicht Verschmutzung.

Der Weg dorthin ist geregelter, als viele erwarten: Zuständig ist in der Regel die untere Denkmalschutzbehörde der Stadt oder des Kreises, und der Antrag geht vom Eigentümer aus. Wir liefern dafür die Verfahrensbeschreibung, die Angabe der vorgesehenen Mittel und die Fotos des Testausschnitts – auf Wunsch übernehmen wir die fachliche Abstimmung direkt. Diskutiert wird dann über ein vorliegendes Ergebnis und nicht über Absichten.

  • Schutzstatus klären

    Nicht nur eingetragene Einzeldenkmale sind gebunden – auch Gebäude in einem Denkmalbereich oder mit erhaltenswerter Fassade können Auflagen haben. Die Auskunft dazu gibt die Behörde.

    Was wir dazu beitragen: Wir sagen Ihnen, welche Angaben zum Vorhaben dort erwartet werden.

  • Patina als Schutzgut behandeln

    Gleichmäßig gealterte Oberflächen bleiben stehen, entfernt wird der Sprühlack. Wo beides ineinanderliegt, entscheidet nicht das Verfahren, sondern die vorher getroffene Absprache.

    Was wir dazu beitragen: Die Grenze legen wir am Testausschnitt fest, nicht während der Arbeit.

  • Schaden datiert dokumentieren

    Fotos mit Datum aus mehreren Abständen sichern wie bei jeder Sachbeschädigung – sie sind Grundlage für Anzeige, Versicherung und die Abstimmung mit der Behörde.

    Was wir dazu beitragen: Unsere Aufnahmen vor, während und nach der Ausführung kommen hinzu.

  • Verdeckte Stelle für den Test wählen

    Der Ausschnitt liegt an der Rückseite, im Sockel oder hinter einem Fallrohr – niemals am Portal oder in Augenhöhe an der Straßenseite.

    Was wir dazu beitragen: Gearbeitet wird anschließend in Etappen, mit Prüfung je Abschnitt.

Vier Punkte vor der Arbeit am Denkmal

Geschützte Substanz

Denkmal oder historisches Mauerwerk betroffen?

Schicken Sie uns Fotos und, falls bekannt, den Schutzstatus des Gebäudes. Wir sagen Ihnen, welches Vorgehen wir vorschlagen und welche Unterlagen die Behörde dafür sehen möchte – vor jeder Beauftragung.

Häufige Fragen

Gut zu wissen

Die Fragen, die uns vor einer Beauftragung am häufigsten erreichen – kompakt beantwortet.

Bleibt nach der Abnahme eine blasse Zeichnung im Stein zurück?

Möglich ist es, und wir sagen es vorher: Sitzen Pigmente sehr tief im Porenraum, bleibt die frühere Kontur als schwache Aufhellung erkennbar – am deutlichsten bei feuchtem Wetter, wenn der Stein ringsum nachdunkelt. Je frischer der Schaden und je dichter das Gestein, desto geringer die Wahrscheinlichkeit. Was bei Ihrem Material zu erwarten ist, zeigt der Testausschnitt an verdeckter Stelle.

Greift die Entfernung den Stein an?

Nicht bei abgestuftem Vorgehen: Wir beginnen mit der schonendsten wirksamen Stufe und steigern nur, solange der Zugewinn den Eingriff rechtfertigt. Sandstrahlen und Anschleifen lehnen wir ab – beides trägt die gewachsene Steinhaut ab, die nicht zurückkommt, und macht die Fläche für die nächste Verschmutzung empfänglicher.

Woran erkenne ich, ob mein Stein kalkhaltig ist?

Als Faustregel: Marmor, Kalkstein, Muschelkalk und Travertin sind kalkgebunden, ebenso Beton und Zementfugen. Granit, Basalt, Quarzit und hart gebrannter Klinker sind es nicht, Sandstein je nach Bindemittel. Sicher klären lässt sich das am Objekt – bitte machen Sie dafür keinen Säuretest an der Sichtfläche, denn genau der hinterlässt die Spur, die er nachweisen soll.

Kann ich vorher selbst einen Reiniger ausprobieren?

Davon raten wir ab. Viele Mittel aus dem Handel sind sauer eingestellt oder enthalten Lösemittel, die den Lack nicht abheben, sondern im Porenraum verteilen. Danach sitzt die Farbe tiefer als zuvor, und bei kalkhaltigem Stein kommt eine matte Stelle hinzu. Lassen Sie die Fläche unberührt: Das kostet nichts und hält jeden Weg offen.

Sind alte Ziegel empfindlicher als heutiger Klinker?

In der Regel ja. Hart gebrannter Klinker trägt eine dichte, versinterte Haut; historische, weicher gebrannte Ziegel und handgeformte Sorten sind offenporiger und geben unter zu viel Mechanik Korn ab. An Gründerzeitmauerwerk arbeiten wir deshalb zurückhaltender und rechnen mit mehr Durchgängen als an einer jungen Klinkerfassade.

Kann die gereinigte Stelle heller wirken als die restliche Wand?

Ja, das kommt vor: Die behandelte Fläche verliert neben dem Graffiti auch einen Teil ihrer Alltagsspuren und hebt sich dann von der gealterten Umgebung ab. Wo eine gewachsene Oberfläche im Spiel ist, ist ein weich auslaufender Übergang meist besser als ein exakt abgegrenzter Ausschnitt – wie wir die Fläche zuschneiden, legen wir vor der Ausführung mit Ihnen fest.

Entfernen Sie Graffiti auch von Denkmälern und Skulpturen?

Ja, mit angepasster Behutsamkeit: Bildhauerisch bearbeitete Oberflächen, Profile und Reliefs vertragen nur die mildesten Stufen, und in jeder Kehle sammelt sich mehr Lack als auf einer glatten Wand. Solche Objekte bearbeiten wir kleinteilig und dokumentieren jeden Abschnitt – Verfahren und Testausschnitt stimmen wir bei geschützter Substanz mit den zuständigen Stellen ab.

Behandeln Sie auch Bodenflächen aus Beton oder Naturstein?

Ja, etwa besprühte Betonstufen, Stützmauern, Pflasterflächen und Sockelbänder. Waagerechte Flächen bringen eigene Themen mit: eingetretener Schmutz, Reifenabrieb und Wasser, das nicht abläuft, sondern stehen bleibt. Das beeinflusst Mittelwahl, Trocknungszeit und die Beurteilung des Ergebnisses.

Können Abnahme und Schutzbeschichtung in einem Termin erfolgen?

Bei mineralischen Untergründen meist nicht: Ein Schutzsystem setzt eine saubere und durchgetrocknete Fläche voraus, und ein saugfähiger Stein braucht dafür nach der Abnahme mehrere Tage. Wir planen beides deshalb als getrennte Positionen und getrennte Termine – ob sich ein Schutz an Ihrer Fläche überhaupt rechnet, erläutert die Seite zum Anti-Graffiti-Schutz.

Was passiert mit Bepflanzung und angrenzenden Bauteilen?

Gelöster Lack und Spülwasser nehmen den Weg nach unten. Deshalb werden Beete, Sockel, Lichtschächte, Fenster und Bauteile aus Metall oder Kunststoff vor Beginn abgedeckt oder gezielt ausgespart. An Gehwegen und Straßen kommt die Absperrung hinzu; wo eine Erlaubnis nötig ist, kümmern wir uns um die Abstimmung.

Wie viele Durchgänge braucht eine Natursteinfläche?

Eine Zahl vorab wäre geraten. Auf dichtem Hartgestein genügt häufig ein Durchgang, stark saugender Sandstein mit altem Lack kann mehrere verlangen, jeweils mit Trocknungspause dazwischen. Wie viele es bei Ihnen werden, zeigt der Testausschnitt – und weil daran der Aufwand hängt, steht erst danach ein verbindlicher Preis.

Ihre Frage ist nicht dabei?

Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns – wir antworten meist noch am selben Tag.

Ihr Beweis vor der Entscheidung

Kostenlose Probefläche: Sie sehen das Ergebnis an Ihrer eigenen Wand

Kein Prospektbild, kein Versprechen – wir reinigen einen abgegrenzten Bereich an Ihrem Objekt. Sie vergleichen vor Ort mit der unbehandelten Fläche daneben und entscheiden erst danach, ob wir weitermachen.

Garagentore einer Wohnanlage nach der Graffitientfernung, wieder gleichmäßig hell
Das Ergebnis, bevor Sie beauftragenOriginalfoto aus einem Auftrag – dieselben Tore, dokumentiert vor und nach der Entfernung.
  • Kostenlos und ohne Verpflichtung
  • Rückruf in der Regel am selben Werktag
  • Festpreis erst nach der Besichtigung
  • 5 Jahre Garantie gemäß Garantiebedingungen

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Probefläche anfragen – vier Angaben genügen

Wir klären Untergrund und Zugang im Gespräch und stimmen den Termin ab. Rückruf oder E-Mail – wie Sie möchten.

Kostenlos und unverbindlich. Sie entscheiden erst nach der Probefläche.

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