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Leistung im Detail

Anti-Graffiti-Schutz: die Beschichtung für Wiederholungsstellen

Wenn dieselbe Wand zum dritten Mal besprüht wird, ist Reinigen allein die teure Antwort. Eine Anti-Graffiti-Beschichtung ist ein aufgebrachtes Schutzsystem: Sie trennt künftigen Sprühlack von der Bausubstanz und macht die nächste Entfernung zur Routine. Eine eigene Leistung mit eigenem Material.

Illustration: Ein TRODATEC-Mitarbeiter rollt mit langem Stiel eine klare Schutzbeschichtung auf eine saubere Betonwand am Gehweg, ein zweiter hält Farbeimer und Ersatzrolle bereit, daneben steht das Firmenfahrzeug

Unverbindlich TÜV-geprüft · ISO 9001

Bildmotiv: Illustration unserer Arbeitsweise – echte Kundenprojekte ansehen

Ein aufgebrachtes Schutzsystem, keine Reinigung

Der Schutz arbeitet mit einer klaren Aufgabenteilung: Er verhindert nicht, dass jemand sprüht, sondern dass der Sprühlack Halt im Untergrund findet. Auf der behandelten Fläche bleibt die Farbe oben liegen, statt sich mit Poren und Farbschicht zu verzahnen – die Beschichtung entscheidet damit nicht über den nächsten Vorfall, sondern über dessen Aufwand.

Makellose Gebäudefassade nach der Graffitientfernung durch TRODATEC
Gebäudefassade mit Graffiti vor der Entfernung durch TRODATEC
VorherNachher
GraffitientfernungFliesenfassade

Eine Grenze benennen wir sofort: Unsere Reinigungsverfahren arbeiten ohne Chlor und aggressive Chemie. Ein Schutzsystem dagegen ist ein Material, das auf die Wand aufgebracht wird und dort abbindet – es als chemiefrei zu bezeichnen wäre schlicht falsch. Deshalb steht es im Angebot als eigene Position, die Sie getrennt von der Reinigung beauftragen oder eben weglassen.

Für Kommunen, Verwaltungen und Eigentümer ist der Schutz vor allem eine Rechenaufgabe, und sie geht nicht überall auf: An einer Wand, die einmal getroffen wurde und ruhig liegt, raten wir ab. An Unterführungen, Trafohäusern, Schulmauern, Lärmschutzwänden und Sockelzonen entlang belebter Wege sieht es anders aus – dort kehrt der Schaden wieder, und mit ihm die Rechnung für jede Beseitigung.

Worauf Sie sich verlassen können

Was eine professionelle Graffitientfernung leisten muss

Ein Schutzsystem, klar getrennt von der Reinigung

Die Beschichtung ist ein aufgebrachtes Material mit eigener Position im Angebot – nie stillschweigend Teil eines Reinigungsauftrags.

  • Eigene Position, eigenes Material
  • Beauftragung getrennt von der Abnahme

Ohne Ihre ausdrückliche Freigabe bringen wir kein Schutzsystem auf Ihre Wand auf.

Opferschicht oder permanentes System

Gewählt wird nach Untergrund, Vorfallhäufigkeit und Zugänglichkeit – nicht nach Katalog und nicht nach dem, was im Fahrzeug liegt.

  • Systemwahl nach Schadenhistorie
  • Anschaffung und Folgekosten getrennt

Beide Wege werden getrennt kalkuliert, damit Sie Anschaffung und Folgeaufwand miteinander vergleichen können.

Musterstelle vor der Fläche

Haftung, Glanzgrad und Farbwirkung prüfen wir an Ihrem eigenen Bauteil, bevor die Wand insgesamt behandelt wird.

  • Optik am eigenen Untergrund
  • Verträglichkeit vorab geprüft

Beurteilt wird die abgetrocknete Musterstelle bei Tageslicht, nicht eine Materialprobe aus dem Koffer.

Folgereinigung aus einer Hand

Wer das aufgebrachte System kennt, reinigt die Fläche später richtig – auf Wunsch als Rahmenvereinbarung für den gesamten Bestand.

  • System dokumentiert je Fläche
  • Neuversiegelung nach der Reinigung

Bei einer Opferschicht gehört das Neuversiegeln der gereinigten Stelle zwingend zur Folgeleistung.

Nachweise für Verwaltung und Gremien

Sie erhalten Flächenaufstellung, eingesetztes System und Fotostand je Bauteil – verwendbar für Beschlüsse und Budgetplanung.

  • Nachweis je beschichteter Fläche
  • Grundlage für Rahmenverträge

Unsere Abläufe sind TÜV-geprüft und nach ISO 9001 zertifiziert, von der Begutachtung bis zur Abnahme.

So gehen wir vor

Graffitientfernung: so läuft Ihr Auftrag ab

Der komplette Ablauf im Detail – von der Analyse bis zur dokumentierten Übergabe – steht auf unserer Verfahrensseite.

  1. Fassade mit Graffiti vor der Begutachtung
    1

    Schritt 1 von 4

    Schadenhistorie und Gefährdung aufnehmen

    Wir gehen die betroffenen Wände mit Ihnen ab: Welche Fläche wurde wie oft getroffen, wie hoch reicht der Schaden, wie einsehbar liegt die Stelle?

    • Wiederholungsstellen werden je Bauteil erfasst
    • Behandelte Höhe wird gemeinsam festgelegt
    • Nicht gefährdete Flächen bleiben außen vor
  2. Teilweise entferntes Graffiti: gereinigter Streifen auf der Wand
    2

    Schritt 2 von 4

    Fläche vorbereiten und durchtrocknen lassen

    Vor dem Auftrag muss die Wand frei von Altgraffiti, losen Beschichtungen und Staub sein – und trocken, nicht nur oberflächlich abgelüftet.

    • Altlack wird zuerst abgenommen, dann beschichtet
    • Lose Anstriche und mürber Putz kommen vorher in Ordnung
    • Trocknungsdauer gibt der Untergrund vor, nicht der Termin
  3. 3

    Schritt 3 von 4

    Musterstelle anlegen und beurteilen

    An einer unauffälligen Stelle desselben Bauteils bringen wir das vorgesehene System auf und beurteilen es abgetrocknet, mit Abstand zur Wand.

    • Haftung, Glanzgrad und Farbwirkung werden geprüft
    • Erst danach entscheiden Sie über die Fläche
  4. Makellose Fassade nach der Graffitientfernung
    Abschluss:

    Abschluss

    Auftrag in Lagen und Übergabe

    Gearbeitet wird feldweise bis zu einer Bauteilkante. Zur Übergabe gehören Angaben zum System und der Hinweis, wie die Fläche später zu reinigen ist.

    • Feldgrenzen an Kanten, nicht mitten in der Wand
    • Pflege- und Reinigungshinweis je Fläche

Das TRODATEC-Verfahren im Detail

Wirkprinzip: eine Trennebene zwischen Lack und Wand

Ohne Schutz trifft Sprühlack auf einen Untergrund, der ihm entgegenkommt: Poren nehmen das Bindemittel auf, eine raue Struktur gibt ihm Halt, eine Farbschicht lässt sich von seinen Lösemitteln anlösen. Die Beschichtung nimmt dieser Begegnung die Grundlage – sie legt eine geschlossene Ebene dazwischen, auf der der Lack nur noch aufliegt.

Daraus folgt, was der Schutz leisten kann und was nicht. Er verhindert weder den Vorfall noch dessen Sichtbarkeit; er verhindert, dass daraus ein Substanzschaden wird. In der Praxis behandeln wir deshalb selten die ganze Gebäudehülle: Gesprüht wird in Reichweite, und eine Sockel- und Erdgeschosszone bis zu einer festgelegten Höhe fängt nahezu alle Treffer ab.

  1. 4

    Künftiger Sprühlack

    Er findet auf der geschlossenen Ebene keinen Halt: Statt sich mit Poren und Struktur zu verklammern, bleibt er als Film obenauf liegen.

  2. 3

    Aufgebrachtes Schutzsystem

    Das Material bildet die Trennebene. Es ist ein Produkt, das auf dem Bauteil abbindet, und kein Reinigungsschritt – deshalb steht es als eigene Position im Angebot.

  3. 2

    Geschlossener Porenraum

    Die offenen Poren der Oberfläche sind belegt. Bindemittel und Pigmente erreichen die Tiefe nicht mehr, in der sie mechanisch verankern würden.

  4. 1

    Untergrund und Bausubstanz

    Bleibt bei der Folgereinigung außen vor: Gearbeitet wird auf der Schicht und nicht am Bauteil – das ist der eigentliche Gewinn für die Substanz.

Die Trennebene im Querschnitt

Opferschicht oder permanentes System

Zwei Bauweisen stehen zur Wahl, und sie unterscheiden sich nicht in der Qualität, sondern im Prinzip. Die Opferschicht ist dazu gedacht, im Ernstfall selbst zu verschwinden: Sie wird bei der Reinigung mit abgenommen, nimmt den Lack dabei mit und wird an dieser Stelle anschließend neu aufgebracht. Das permanente System bleibt auf der Wand und übersteht mehrere Angriffe.

Wie viele Angriffe das sind, hängt am System und daran, wie kräftig gereinigt werden muss – eine feste Zahl nennt Ihnen dazu niemand seriös, und wir tun es auch nicht. Zusagen können wir etwas anderes: Wir halten je Fläche fest, welches System aufgebracht wurde und wie oft es seither in Anspruch genommen wurde. Nach einigen Vorfällen wird daraus eine belastbare Erfahrung an Ihrem eigenen Bestand.

Opferschicht
Permanentes System
  • Grundidee

    Opferschicht

    Sie soll im Ernstfall selbst weichen: Bei der Reinigung geht sie mit ab und nimmt den aufliegenden Lack mit.

    Permanentes System

    Sie soll bleiben: Das Material bindet dauerhaft ab und übersteht mehrere Reinigungen an derselben Stelle.

  • Nach einem Angriff

    Opferschicht

    Einschränkung: Die Stelle wird gereinigt und danach neu beschichtet – ohne diesen zweiten Schritt bleibt dort eine Lücke.

    Permanentes System

    Vorteil: Gereinigt wird, ohne die Schicht zu erneuern. Wir beurteilen sie dabei mit und sagen, wann eine Auffrischung ansteht.

  • Anschaffung

    Opferschicht

    Vorteil: In der Anschaffung die günstigere Wahl – passend dort, wo Sie sich nicht dauerhaft festlegen möchten.

    Permanentes System

    Kostet zunächst mehr und spielt das an Flächen wieder ein, die mehrmals im Jahr getroffen werden.

  • Optik am Bauteil

    Opferschicht

    Meist die zurückhaltendere Variante, weil weniger Material dauerhaft auf der Oberfläche verbleibt.

    Permanentes System

    Einschränkung: Je nach System entsteht ein geschlossener Film, der den Glanzgrad sichtbar verändern kann.

  • Rückbau später

    Opferschicht

    Vorteil: Lässt sich mit vertretbarem Aufwand wieder von der Fläche nehmen, wenn der Schutz dort nicht mehr gebraucht wird.

    Permanentes System

    Einschränkung: Ist auf Dauer angelegt. Ein späterer Rückbau ist aufwendig und gehört in die Entscheidung mit hinein.

Opferschicht und permanentes System im Vergleich

Verträglichkeit und Diffusion: was der Untergrund mitmachen muss

Eine Beschichtung ist ein Eingriff in den Wandaufbau und nicht nur eine Auflage. Entscheidend ist deshalb nicht allein, ob das Material haftet, sondern ob die Wand weiterhin Wasserdampf nach außen abgeben kann. Wird eine saugende, mineralische Fläche dicht abgeschlossen, sammelt sich Feuchte unter der Schicht – den Rest erledigen der nachlassende Haftverbund und der erste Frost.

Vor der Systemwahl prüfen wir deshalb beides: die Tragfähigkeit der Oberfläche und ihren Feuchtehaushalt. Ein kreidender Altanstrich, mürber Putz oder eine Wand mit aufsteigender Feuchte trägt kein Schutzsystem – dort steht zuerst eine andere Arbeit an. Diese Reihenfolge lässt sich nicht abkürzen, auch wenn sie den Termin verschiebt.

Wie anspruchsvoll die Untergründe für ein System sind

  • Sichtbeton und mineralischer Putz

    Offenporig, saugend und auf Dampfdurchlass angewiesen: Hier entscheidet die Diffusionsfähigkeit des Systems über den späteren Bauzustand. Ein dichter Film an einer saugenden Außenwand ist die falsche Antwort, auch wenn er kurzfristig wirksamer aussieht.

    Was heißt das konkret?
    • Rauputz und gewaschene Betonflächen schlucken deutlich mehr Material, bis die Struktur wirklich geschlossen ist.
    • An Rissen, Anschlüssen und offenen Fugen bringt eine geschlossene Fläche gar nichts – sie leitet Wasser gezielt in die Schwachstelle.
  • Gestrichene Fassadenflächen

    Hier trägt nicht der Putz, sondern der Anstrich darauf. Sitzt er fest und geschlossen, ist die Ausgangslage gut; kreidet er ab, zieht das System in eine Schicht ein, die selbst keinen Halt mehr hat und mitsamt der Beschichtung abblättert.

    Was heißt das konkret?
    • Die Handprobe genügt als erster Befund: Bleibt Pigment auf der Haut, ist der Anstrich nicht mehr tragfähig.
    • Steht ein Neuanstrich an, gehört er vor die Beschichtung und nicht danach.
  • Klinker und Sichtmauerwerk

    Der gebrannte Stein nimmt kaum etwas auf, die Mörtelfuge umso mehr. Behandelt werden muss beides in einem Zug, sonst bleibt die Fuge als saugende Bahn im geschützten Feld zurück – und dort sitzt bei Graffiti der hartnäckige Teil.

    Was heißt das konkret?
    • Was auf dem dichten Stein nicht einzieht, muss abgenommen werden, bevor es als glänzender Rand antrocknet.
    • Bei Sichtmauerwerk wiegt jede Optikveränderung schwer, weil die Oberfläche selbst das Gestaltungsmittel ist.
  • Metall, Glas und Kunststoff

    Dichte Bauteile wie Tore, Schaltschränke, Brüstungen und Verglasungen nehmen nichts auf. Hier geht es nicht um Diffusion, sondern um Haftung auf glattem Grund – und um ein System, das zur vorhandenen Lackierung passt.

    Was heißt das konkret?
    • Pulverbeschichtete Bauteile verlangen ein eigens abgestimmtes System, sonst leidet die Werkslackierung.
    • An Verglasungen arbeiten wir mit gesonderten Aufbauten, weil dort Klarheit die eigentliche Anforderung ist.

Der Auftrag: Lage für Lage, mit Trocknung dazwischen

Ein Anti-Graffiti-System wird nicht in einem Zug durchgezogen. Es entsteht in Lagen, und zwischen den Lagen steht eine Trocknungszeit, die das Material und die Witterung vorgeben – nicht der Terminkalender. Wer sie verkürzt, schließt Lösemittel ein und bekommt eine Schicht, die weich bleibt oder sich später von der Fläche löst.

Zahlen nennen wir dazu bewusst nicht: Wartezeiten, Wandtemperatur und die Zeit bis zur Belastbarkeit hängen am gewählten System und stehen in seinen Verarbeitungsangaben. Was wir zusagen, ist die Reihenfolge – und dass wir eine Fläche erst übergeben, wenn sie belastbar ist, und nicht, wenn sie trocken aussieht.

  1. 1

    Trockene, tragfähige Fläche

    Erst wenn Altlack abgenommen, lose Beschichtungen entfernt und der Untergrund durchgetrocknet ist, beginnt der Auftrag. Bei saugenden Steinflächen sind das Tage, nicht Stunden.

  2. 2

    Feldgrenzen festlegen

    Wo die behandelte Zone endet, wird vorher bestimmt: an einer Bauteilkante, einem Gesimsband oder einem Fallrohr – nie mitten in der freien Wandfläche.

  3. 3

    Erste Lage einbringen

    Aufgetragen wird gleichmäßig und je Feld in einem Arbeitsgang. Unterbrechungen innerhalb eines Feldes zeichnen sich später als Ansatz ab.

  4. 4

    Zwischentrocknung abwarten

    Die Lage muss durchbinden, bevor die nächste folgt. Diese Pause ist Teil der Leistung und der Grund, weshalb ein Feld selten an einem Tag fertig wird.

  5. 5

    Aushärten bis zur Belastbarkeit

    Erst nach dem Durchhärten ist die Schicht dem ersten Angriff gewachsen. Bis dahin bleibt die Fläche abgesperrt – übergeben wird sie belastbar, nicht bloß trocken.

Von der vorbereiteten Wand zur belastbaren Schicht

Was die Beschichtung an der Optik verändert

Ein Schutzsystem bleibt selten völlig unsichtbar. Weil die geschlossene Ebene Licht anders bricht als die offene Oberfläche, kann sich der Glanzgrad verschieben; dunkle, stark saugende Untergründe wirken danach mitunter satter, was Fachleute Anfeuern nennen. Beides ist kein Ausführungsfehler, sondern eine Materialeigenschaft – und beides lässt sich vorher ansehen.

Der zweite optische Punkt ist eine Folge der Wirtschaftlichkeit: Weil meist nur die gefährdete Zone behandelt wird, entsteht irgendwo eine Grenze zwischen beschichteter und unbehandelter Fläche. Wo sie verläuft, legen wir mit Ihnen an der Architektur des Gebäudes fest und nicht am Umriss der bisherigen Schäden.

  • Glanzgrad der Fläche

    Filmbildende Systeme können matte Oberflächen leicht anglänzen lassen. Auffällig wird das im flach einfallenden Abendlicht, im diffusen Tageslicht meist nicht.

    Wie wir damit umgehen: Der Glanzgrad wird an der abgetrockneten Musterstelle beurteilt, mit Abstand zur Wand.

  • Anfeuern dunkler Untergründe

    Auf dunklem Klinker, Sichtbeton und Naturstein kann der Farbton nach der Behandlung eine Spur tiefer erscheinen. Vorhersagen lässt sich das nicht, vorzeigen schon.

    Wie wir damit umgehen: Die Musterstelle liegt deshalb immer im selben Material, nicht auf einer Probeplatte.

  • Grenze der behandelten Zone

    Endet die Beschichtung mitten in einer freien Wandfläche, ist der Übergang bei Nässe und Streiflicht erkennbar. An einer Bauteilkante fällt er niemandem auf.

    Wie wir damit umgehen: Wir legen die Feldgrenzen an Gesimse, Kanten und Fallrohre, bevor gearbeitet wird.

  • Verhalten über die Standzeit

    Eine Schicht altert als eigenes Bauteil: Sie verändert sich in der Bewitterung und nimmt Schmutz anders an als der unbehandelte Untergrund daneben.

    Wie wir damit umgehen: Zur Übergabe gehört eine Fotoaufnahme der beschichteten Fläche als Vergleichsstand.

Vier optische Punkte, vorab geklärt

Musterstelle

Sehen Sie die Optik an Ihrer eigenen Wand

Wir bringen das vorgesehene System an einer unauffälligen Stelle Ihres Bauteils auf und beurteilen Glanzgrad und Farbwirkung abgetrocknet. Erst danach entscheiden Sie über die Fläche – und über die Position im Angebot.

Die Rechnung ohne Zahlen: reinigen oder einmal beschichten

Ob sich der Schutz trägt, entscheidet keine Preisliste, sondern Ihre eigene Schadenhistorie. Erfahrungsgemäß tragen wenige Wände den größten Teil eines Graffiti-Budgets: dieselbe Unterführung, dieselbe Sockelzone, dieselbe Rückseite zum Parkplatz. Für diese Flächen lohnt der Vergleich der beiden Wege, für alle anderen nicht.

Der Unterschied liegt nicht im Preis eines einzelnen Einsatzes, sondern in seiner Art. Ohne Schutz wiederholt sich bei jedem Vorfall der volle Aufwand einer materialgerechten Abnahme mit allem, was daran hängt: Sichtung, Verfahrenswahl, mehrere Durchgänge, Trocknungspausen. Mit Schutz fällt die Investition einmal an, und jeder weitere Vorfall wird zur Oberflächenarbeit.

Ausgangspunkt

Wand, die immer wieder getroffen wird

Drei Vorfälle in zwei Jahren an derselben Fläche – die Frage ist nicht mehr, ob der nächste kommt, sondern was er jedes Mal kostet.

Jedes Mal neu abnehmen

Aufwand je Vorfall
  1. 1

    Voller Aufwand, jedes Mal

    Jeder Vorfall beginnt wieder bei der Sichtung und endet bei der letzten Trocknungspause – unabhängig davon, wie oft die Wand schon dran war.

  2. 2

    Der Untergrund arbeitet mit

    Jede Abnahme aus der Tiefe beansprucht die Oberfläche erneut. Nach mehreren Runden ist nicht nur das Budget verbraucht, sondern auch die Wand.

  3. 3

    Keine Grundlage für die Planung

    Die Kosten entstehen unangekündigt und in unbekannter Höhe. Für eine Haushaltsstelle oder eine Instandhaltungsplanung ist das die schlechtere Lage.

Einmal beschichten

Einmalinvestition
  1. 1

    Investition fällt einmal an

    Vorbereitung, Musterstelle und Auftrag stehen am Anfang. Danach ist die Fläche vorbereitet auf das, was dort ohnehin wieder passiert.

  2. 2

    Jeder Vorfall wird kleiner

    Der Lack liegt auf der Schicht, nicht im Untergrund. Die Beseitigung wird zur Oberflächenarbeit mit milderen Mitteln und weniger Durchgängen.

  3. 3

    Planbar statt überraschend

    Die Folgereinigung lässt sich als wiederkehrende Leistung vereinbaren – mit fester Grundlage statt Einzelangebot bei jedem Vorfall.

Der Kipppunkt liegt an Ihrer Fläche

Je häufiger eine Wand getroffen wird, desto früher kippt die Rechnung zugunsten der Beschichtung. Wo dieser Punkt bei Ihrem Objekt liegt, rechnen wir offen vor – auch dann, wenn das Ergebnis gegen den Schutz spricht.

Zwei Wege durch dieselbe Schadenhistorie

Ihr Objekt, Ihre Zahl

Was Ihre Fläche kostet, sagen wir nach dem Blick darauf

Besichtigung und Probefläche sind kostenlos. Sie erhalten eine belastbare Kalkulation statt einer Schätzung am Telefon — und entscheiden erst danach.

  • Kostenlos und unverbindlich
  • Rückruf oder E-Mail – wie Sie möchten
  • Festpreis erst nach der Besichtigung

Kostenlos und unverbindlich. Sie entscheiden erst nach der Probefläche.

Nach dem nächsten Angriff: reinigen und erneuern

Der Schutz zeigt seine Wirkung erst beim nächsten Vorfall, und dort auf zwei Wegen: Die Reinigung ist schneller, weil der Lack aufliegt statt einzudringen, und sie ist milder, weil sie keine Tiefenwirkung braucht. Was danach zu tun ist, hängt vom aufgebrachten System ab – genau deshalb halten wir je Fläche fest, welches verbaut wurde.

Die häufigste Ursache für einen enttäuschenden Schutz ist kein Materialfehler, sondern ein ausgelassener Arbeitsschritt: Wer eine Opferschicht reinigen lässt und das Neuversiegeln spart, hat an dieser Stelle keine Trennebene mehr. Der nächste Treffer verhält sich dort wieder wie auf einer unbehandelten Wand – und fällt umso stärker auf, weil die Umgebung geschützt ist.

  1. 1Frisch beschichtet

    Trennebene geschlossen, Aufwand gering

    Die Fläche ist vorbereitet. Verlangt wird von Ihnen nichts außer einem Blick bei der ohnehin fälligen Objektbegehung – und dem Hinweis an die Hausmeisterei, dass hier ein System aufliegt, das bei einer Reinigung mitspricht.

    Jetzt hilft: Halten Sie fest, welche Fläche wann mit welchem System behandelt wurde.

  2. 2Erster Angriff

    Die Reinigung fällt kleiner aus als vorher

    Der Lack sitzt auf der Schicht. Gereinigt wird die Oberfläche, nicht der Porenraum: weniger Durchgänge, mildere Mittel, kürzere Standzeit des Schadens. Genau dieser Unterschied ist die Rendite der Beschichtung.

    Jetzt hilft: Auch auf geschützter Fläche härtet Sprühlack aus – zügig melden bleibt richtig.

  3. 3Nach der Reinigung

    Der Erneuerungsanlass ist klar definiert

    Bei einer Opferschicht wird die gereinigte Stelle neu aufgebaut, die übrige Fläche bleibt unberührt. Ein permanentes System beurteilen wir bei jeder Folgereinigung mit und sagen Ihnen, wann eine Auffrischung sinnvoll ist.

    Jetzt hilft: Neuversiegelung gehört in denselben Auftrag wie die Reinigung.

  4. 4Erneuerung ausgelassen

    Eine ungeschützte Lücke mitten im Feld

    Ohne den zweiten Schritt fehlt an der gereinigten Stelle die Trennebene. Dort verhält sich der nächste Treffer wieder wie auf einer rohen Wand, während ringsum der Schutz greift – die Fläche wird ungleichmäßig, die Beseitigung wieder teuer.

    Jetzt hilft: Reinigung und Neuversiegelung als eine Leistung beauftragen, nicht als zwei.

Grenzen und Genehmigungen: wo wir von der Beschichtung abraten

Es gibt Flächen, an denen wir die Position aus dem Angebot streichen, obwohl sie gewünscht war. Eine Beschichtung ist kein Zubehör, das nie schadet: Auf feuchtem Mauerwerk, auf schadhaftem Putz und an einer Wand, die in zwei Jahren neu gestrichen wird, richtet sie nichts aus oder steht der eigentlichen Arbeit im Weg.

Und sie ist nicht überall zulässig. An geschützter Substanz und in Gebieten mit Gestaltungssatzung lautet die Frage nicht nur, ob ein System hält, sondern ob die Veränderung der Oberfläche genehmigt wird. Den Antrag stellt der Eigentümer, zuständig ist die untere Denkmalschutzbehörde oder die Bauaufsicht Ihrer Stadt. Verfahrensbeschreibung, Systemangaben und Fotos der Musterstelle stellen wir dafür zusammen.

  • Feuchtes oder schadhaftes Mauerwerk

    Aufsteigende Feuchte, offene Fugen, Risse und mürber Putz sind keine Fälle für ein Schutzsystem. Eine geschlossene Fläche mit offener Fehlstelle führt Wasser gezielt in die Schwachstelle.

    Was stattdessen ansteht: Zuerst die Fehlstelle in Ordnung bringen, danach beschichten – nie in einem Durchgang.

  • Einmaliger Vorfall in ruhiger Lage

    Wurde eine gut einsehbare, beleuchtete Wand einmal getroffen, ist die zügige Abnahme meist die wirtschaftlichere Antwort. Prävention muss sich rechnen, sonst ist sie nur eine Position im Angebot.

    Was stattdessen ansteht: Wir sagen dann ab und empfehlen, die Fläche vorerst nur im Blick zu behalten.

  • Anstrich oder Sanierung steht an

    Wird die Fassade in absehbarer Zeit gestrichen oder saniert, gehört der Schutz danach auf die neue, tragfähige Oberfläche – nicht davor auf eine Schicht, die ohnehin abgetragen wird.

    Was stattdessen ansteht: Wir merken die Fläche vor und kommen nach der Sanierung darauf zurück.

  • Auflagen am Bauteil ungeklärt

    Bei Einzeldenkmalen, Gebäuden im Denkmalbereich und in Satzungsgebieten steht die Genehmigung vor dem Auftrag. Ohne diese Klärung beschichten wir keine Fläche.

    Was stattdessen ansteht: Wir stellen die Unterlagen für die Behörde zusammen und warten deren Auskunft ab.

Vier Fälle, in denen wir abraten

Ehrliche Absage

Erst prüfen, ob sich der Schutz an Ihrer Wand trägt

Schicken Sie uns Fotos der betroffenen Flächen und, soweit bekannt, wie oft und wann sie getroffen wurden. Sie erhalten eine Einordnung, für welche Wände wir ein System vorschlagen und für welche nicht – vor jeder Beauftragung.

Häufige Fragen

Gut zu wissen

Die Fragen, die uns vor einer Beauftragung am häufigsten erreichen – kompakt beantwortet.

Sie reinigen chemiefrei – ist die Schutzbeschichtung dann auch chemiefrei?

Nein. Die Zusage „ohne Chlor und aggressive Chemie“ gehört zu unseren Reinigungsverfahren und endet dort. Ein Anti-Graffiti-System ist ein Beschichtungsstoff: Er wird aufgetragen, bindet auf dem Bauteil ab und bleibt dort – das ist Chemie, und wir bezeichnen es auch so. Praktisch heißt das: Die Beschichtung steht als eigene Position im Angebot, wird nie stillschweigend mitgemacht, und ohne Ihre Freigabe bringen wir kein Material auf. Die Angaben zum vorgesehenen System legen wir vor der Beauftragung vor.

Opferschicht oder permanentes System – was ist besser?

Keines von beiden pauschal. Die Opferschicht ist in der Anschaffung günstiger, muss aber nach jedem Vorfall an der betroffenen Stelle neu aufgebracht werden. Das permanente System kostet zunächst mehr und übersteht mehrere Reinigungen. Wir kalkulieren beide Wege für Ihre Fläche und stellen Anschaffung und Folgeaufwand nebeneinander – entschieden wird an der Schadenhistorie, nicht am Katalog.

Wie viele Angriffe übersteht ein permanentes System?

Eine Zahl nennen wir dazu nicht. Wie oft eine Schicht in Anspruch genommen werden kann, hängt am System, an der Art des Lacks und daran, wie kräftig gereinigt werden muss; belastbare Angaben stehen in den Verarbeitungsunterlagen des Materials und nicht in einer Werbeaussage. Wir beurteilen die Schicht bei jeder Folgereinigung mit und sagen Ihnen, wann eine Auffrischung ansteht.

Wie lange hält der Anti-Graffiti-Schutz?

Wir nennen keine Standzeit in Jahren, weil sie von Ausrichtung, Bewitterung, mechanischer Beanspruchung und der Zahl der Vorfälle abhängt – eine Zusage wäre geraten. Was wir tun: Beschichtungsdatum, eingesetztes System und jeden Reinigungsfall halten wir je Fläche fest. Nach zwei, drei Vorfällen kennen Sie den Verlauf an Ihrem eigenen Bestand besser als jede Prospektangabe.

Sieht man die Beschichtung auf der Wand?

Meist wenig, aber selten nichts. Die Systeme trocknen transparent auf; je nach Untergrund kann sich der Glanzgrad verschieben, und dunkle, saugende Flächen wirken danach mitunter satter. Sichtbar wird außerdem die Grenze der behandelten Zone, wenn sie nicht an einer Bauteilkante liegt. Beides sehen Sie vorab an der Musterstelle – abgetrocknet und mit Abstand zur Wand beurteilt.

Kann die Wand nach der Beschichtung noch Feuchtigkeit abgeben?

Bei richtig gewähltem System ja, und das ist an mineralischen Außenwänden keine Nebenfrage, sondern das Hauptkriterium. Die Wand muss Wasserdampf weiter nach außen abgeben können, sonst sammelt sich Feuchte unter der Schicht, der Haftverbund lässt nach und der Frost arbeitet darunter. Tragfähigkeit und Feuchtehaushalt der Fläche prüfen wir deshalb vor der Systemwahl.

Muss die Wand vor der Beschichtung gereinigt werden?

Ja, ohne Ausnahme. Vorhandene Graffiti, Staub und lose Altbeschichtungen kommen zuerst ab, und die Fläche muss durchtrocknen – bei saugenden Steinflächen sind das Tage. Abnahme und Beschichtung sind bei uns deshalb zwei Positionen und häufig zwei Termine. Wer beides in einen Vormittag legt, riskiert eine Schicht, die auf Restfeuchte aufliegt.

Für welche Objekte lohnt sich der Schutz besonders?

Für Flächen mit Wiederholungsgeschichte: Unterführungen und Durchgänge, Trafostationen und Schaltschränke, Schul- und Sporthallenwände, Lärmschutzwände, Rückseiten zu Parkplätzen und Sockelzonen entlang belebter Wege. Gemeinsam haben sie zwei Dinge: Man arbeitet dort ungestört, und viele sehen es danach. Fehlt eines von beiden, ist die Wand meist kein Kandidat.

Können wir die geschützte Fläche später selbst reinigen?

Die Versuchung ist groß, weil der Lack oben aufliegt. Wir raten trotzdem ab: Die meisten Mittel aus dem Handel sind nicht auf das aufgebrachte System abgestimmt und nehmen im Zweifel die Schutzschicht mit, ohne sie zu ersetzen. Bei einer Opferschicht ist genau das der Punkt, an dem der Schutz still verschwindet. Sinnvoller ist eine Rahmenvereinbarung für die Folgereinigung.

Hilft die Beschichtung auch gegen Aufkleber und Plakate?

Häufig als Nebeneffekt: Auf einer geschlossenen, glatten Ebene haften Kleber schlechter und lassen sich leichter abziehen. Ausgelegt sind die Systeme aber gegen Farbe. Bei großflächigen Plakaten, Bauklebern und alten, verhärteten Rückständen versprechen wir nichts – und mechanisches Abkratzen beschädigt die Schutzschicht ebenso wie den Untergrund darunter.

Muss die ganze Fassade beschichtet werden?

Nein, und meist wäre es die falsche Verwendung des Budgets. Gesprüht wird in Reichweite, deshalb genügt in der Regel die Sockel- und Erdgeschosszone bis zu einer gemeinsam festgelegten Höhe. Wichtig ist vor allem, wo die behandelte Zone endet: an einer Bauteilkante, einem Gesimsband oder einem Fallrohr, damit der Übergang nicht mitten in der freien Wandfläche liegt.

Verhindert die Beschichtung, dass wieder gesprüht wird?

Nein, und das behaupten wir auch nicht. Wer sprühen will, sprüht – die Beschichtung entscheidet nicht über den Vorfall, sondern über seine Folgen: Der Lack erreicht die Bausubstanz nicht, und die Beseitigung wird zur Oberflächenarbeit. Eine Zusage, dass Ihre Wand künftig verschont bleibt, kann niemand geben, und eine Garantie darauf gibt es bei uns nicht.

Ihre Frage ist nicht dabei?

Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns – wir antworten meist noch am selben Tag.

Ihr Beweis vor der Entscheidung

Kostenlose Probefläche: Sie sehen das Ergebnis an Ihrer eigenen Wand

Kein Prospektbild, kein Versprechen – wir reinigen einen abgegrenzten Bereich an Ihrem Objekt. Sie vergleichen vor Ort mit der unbehandelten Fläche daneben und entscheiden erst danach, ob wir weitermachen.

Garagentore einer Wohnanlage nach der Graffitientfernung, wieder gleichmäßig hell
Das Ergebnis, bevor Sie beauftragenOriginalfoto aus einem Auftrag – dieselben Tore, dokumentiert vor und nach der Entfernung.
  • Kostenlos und ohne Verpflichtung
  • Rückruf in der Regel am selben Werktag
  • Festpreis erst nach der Besichtigung
  • 5 Jahre Garantie gemäß Garantiebedingungen

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Probefläche anfragen – vier Angaben genügen

Wir klären Untergrund und Zugang im Gespräch und stimmen den Termin ab. Rückruf oder E-Mail – wie Sie möchten.

Kostenlos und unverbindlich. Sie entscheiden erst nach der Probefläche.

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