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Leistung im Detail

Fassade versiegeln – Langzeitschutz nach der Reinigung

Nach der Reinigung steht die Frage nach dem Schutz. Eine Imprägnierung senkt die Wasseraufnahme des Untergrunds, ohne die Wand dampfdicht zu machen – Regen perlt ab, statt einzuziehen. Sie ist eine eigene, frei wählbare Leistung mit eigenem Material und eigener Position im Angebot, nicht Teil der Reinigung.

Illustration: TRODATEC-Mitarbeiter trägt mit dem Niederdruck-Sprühgerät den Oberflächenschutz auf die frisch gereinigte Putzfassade eines Doppelhauses auf – auf dem behandelten Wandstreifen perlt das Wasser in feinen Tropfen ab, ein zweiter Mitarbeiter hält Eimer und Auftragsrolle

Unverbindlich TÜV-geprüft · ISO 9001

Bildmotiv: Illustration unserer Arbeitsweise – echte Kundenprojekte ansehen

Wie eine Fassadenimprägnierung wirkt – und was sie nicht ist

Ob eine Wand nach Niederschlag in Stunden oder in Tagen wieder trocken ist, entscheidet ihre kapillare Saugfähigkeit: Feine Poren ziehen Wasser durch Kapillarkräfte in den Untergrund, ähnlich wie ein Löschblatt. Eine Imprägnierung greift genau dort ein – sie verändert nicht die Poren, sondern deren Verhalten gegenüber Wasser.

Dasselbe Mehrfamilienhaus nach der chemiefreien Fassadenreinigung, wieder hell und gleichmäßig
Putzfassade eines Mehrfamilienhauses mit flächigem grauem Algen- und Schmutzbelag vor der Fassadenreinigung
VorherNachher
Echtes Projekt: dieselbe Fassade, chemiefrei gereinigtWeitere Projekte

Mehrfamilienhaus · Putzfassade · Algen und Witterungsschmutz

Eine Grenze ist uns dabei wichtig: Unsere Reinigung arbeitet ohne Chlor und aggressive Chemie. Ein Schutzmittel dagegen wird auf die Wand aufgebracht und reagiert dort im Porenraum – es als chemiefrei zu bezeichnen wäre schlicht falsch, und wir tun es nicht. Was das Mittel leistet, sagen wir beschreibend: Wasser perlt ab, Schmutz und Bewuchs finden es schwerer, in den Porenraum zu gelangen.

Die Imprägnierung ist der zweite Schritt und nie ein Ersatz für den ersten, denn nur ein sauberer, tragfähiger Untergrund nimmt das Mittel gleichmäßig auf. Im Angebot steht sie als eigene Position, die Sie einzeln beauftragen oder weglassen können – und wenn Ihre Fläche davon wenig hat, sagen wir das vor der Beauftragung statt danach.

Worauf Sie sich verlassen können

Was eine professionelle Fassadenreinigung leisten muss

Wasser wird abgewiesen, Dampf nicht

Regen sammelt sich zu Tropfen und läuft ab, statt in den Untergrund zu ziehen – der Porenraum bleibt dabei offen für Wasserdampf von innen.

  • Kein Film auf der Oberfläche
  • Struktur bleibt sichtbar

Beschreibend gemeint: Die Fläche nimmt weniger Wasser auf. Ein selbstreinigender Effekt wird daraus nicht.

Eigene Position, frei wählbar

Die Imprägnierung steht getrennt von der Reinigung im Angebot. Sie beauftragen sie einzeln – oder lassen sie weg, ohne dass sich am Reinigungsauftrag etwas ändert.

Ohne Ihre ausdrückliche Beauftragung bringen wir kein Schutzmittel auf Ihre Fassade auf.

Vorprüfung statt Einheitsmittel

Vor der Entscheidung prüfen wir an unauffälliger Stelle, wie stark Ihr Untergrund Wasser aufnimmt – daran hängt, ob und womit eine Behandlung überhaupt sinnvoll ist.

  • Benetzungsprobe am Objekt
  • Tragfähigkeit wird mitgeprüft

Putz, Klinkerfuge, Sichtbeton und Altanstrich verhalten sich dabei völlig unterschiedlich.

Optik vorher an Ihrer Wand

An einer kleinen Musterfläche sehen Sie, was die Behandlung mit Farbton und Glanz macht – beurteilt im trockenen Zustand und nicht an einer Materialprobe.

Auf dunklen, saugenden Untergründen kann der Ton satter wirken. Genau das soll die Musterfläche zeigen.

Ein Termin für beide Schritte

Reinigung und Imprägnierung laufen in einem abgestimmten Ablauf, unterbrochen nur von der nötigen Trocknungszeit – Anfahrt und Zugangstechnik fallen einmal an.

Die Trocknungsphase dazwischen gibt das Wetter vor, nicht unser Terminkalender.

Absage, wenn der Schutz nichts bringt

Weist Ihre Oberfläche Wasser bereits selbst ab oder ist sie nicht tragfähig, raten wir von der Position ab – und sagen Ihnen, was stattdessen ansteht.

Diese Auskunft gehört zur kostenlosen Besichtigung und kostet Sie nichts extra.

So gehen wir vor

Fassadenreinigung: so läuft Ihr Auftrag ab

Der komplette Ablauf im Detail – von der Analyse bis zur dokumentierten Übergabe – steht auf unserer Verfahrensseite.

  1. Verwitterte Putzfassade vor der Besichtigung
    1

    Schritt 1 von 4

    Untergrund und Saugfähigkeit prüfen

    Wir benetzen eine kleine Fläche an unauffälliger Stelle und beobachten, wie schnell das Wasser einzieht – daran zeigt sich, ob ein Schutz an Ihrer Wand etwas zu tun hat.

    • Benetzungsprobe statt Prospektversprechen
    • Risse, Fugen und Anschlüsse nehmen wir mit auf
  2. Helle rechteckige Probefläche auf einer veralgten Putzwand
    2

    Schritt 2 von 4

    Musterfläche für die Optik

    Eine kleine behandelte Fläche zeigt Farbton und Glanzgrad nach der Imprägnierung. Beurteilt wird sie trocken, denn nass sieht jede Wand anders aus.

    • Sie entscheiden über die Optik an Ihrer eigenen Fassade
    • Erst danach wird über die Position entschieden
  3. 3

    Schritt 3 von 4

    Reinigen und abtrocknen lassen

    Zuerst wird die Fassade chemiefrei gereinigt. Danach folgt eine Trocknungsphase: Solange die Kapillaren mit Wasser gefüllt sind, kann kein Mittel einziehen.

    • Ohne Chlor und aggressive Chemie – das gilt für die Reinigung
    • Die Wartezeit bis zum Auftrag gibt die Witterung vor
  4. Saubere helle Putzfassade nach der Reinigung
    Abschluss:

    Abschluss

    Imprägnierung auftragen und abnehmen

    Der Auftrag erfolgt von unten nach oben und nass in nass, bis die Fläche nichts mehr aufnimmt. Überschuss auf der Oberfläche wird abgenommen, nicht antrocknen gelassen.

    • Sättigung statt Anstrich – das Mittel gehört in den Porenraum
    • Gemeinsame Abnahme, getrennt ausgewiesene Position

Das TRODATEC-Verfahren im Detail

Wirkprinzip im Detail: Was eine Imprägnierung im Porenraum verändert

Fachlich entsteht eine hydrophobe, also wasserabweisende Ausrüstung des Untergrunds: Flüssiges Wasser von außen wird abgewiesen, gasförmige Feuchte von innen darf passieren – diese Einbahnstraßen-Logik macht die Qualität einer fachgerechten Imprägnierung aus. Die Wand wird dadurch nicht unverwundbar, aber sie trocknet zügiger ab, und Schmutz wie Bewuchs haben es schwerer als auf einer saugenden Fläche.

Entscheidend ist der Unterschied zwischen benetzen und aufsaugen. Auf der behandelten Fläche steht das Wasser als Tropfen, weil die Porenwände es nicht mehr anziehen; die Poren selbst bleiben offen. Genau daran hängt die zweite Hälfte der Aufgabe: Wasserdampf, der von innen nach außen wandert, findet weiterhin seinen Weg.

  1. 4

    Wasserperle an der Oberfläche

    Statt eingesogen zu werden, bleibt der Tropfen stehen, formt sich zur Perle und läuft beim nächsten Windstoß ab – lose aufliegende Partikel nimmt er dabei gleich mit.

  2. 3

    Hydrophobierte Porenzone

    Der Wirkstoff dringt in die oberflächennahen Poren ein und kleidet deren Wände hauchdünn aus, ohne die Hohlräume zu verstopfen. Die Porenwände verlieren ihre Anziehungskraft auf Wasser.

  3. 2

    Offener Porenraum

    Es entsteht keine geschlossene Haut wie bei einer filmbildenden Beschichtung: Wasserdampf aus dem Mauerwerk wandert weiterhin ungehindert nach außen, die Wand bleibt diffusionsoffen.

  4. 1

    Saugender Untergrund

    Putz, Klinker und Naturstein sind von Poren und Kapillaren durchzogen, die Wasser unbehandelt regelrecht einsaugen – wie ein Stück Würfelzucker, das im Kaffee vollläuft.

Hydrophobe Porenzone statt Sperrschicht – der Querschnitt

Imprägnierung oder filmbildende Versiegelung: zwei verschiedene Prinzipien

Im Sprachgebrauch werden beide Wörter durcheinander verwendet, technisch trennen sie zwei Bauweisen: Das eine Mittel zieht ein und bleibt unsichtbar im Material, das andere bleibt oben und bildet eine zusammenhängende Haut. Auf einer belasteten waagerechten Fläche kann die zweite Variante die richtige sein. An einer bewitterten Außenwand ist sie es fast nie – und der Grund dafür ist bauphysikalisch, nicht geschmacklich.

Wir sprechen auf dieser Seite deshalb von Imprägnierung, auch wenn Sie nach „Fassade versiegeln“ gesucht haben: Gemeint ist die einziehende, dampfoffene Behandlung. Welches Mittel an Ihrem Untergrund infrage kommt, entscheidet sich am Objekt und nicht im Katalog.

Filmbildende Schicht
Einziehende Imprägnierung
  • Wo das Mittel bleibt

    Filmbildende Schicht

    Es trocknet auf der Oberfläche zu einer zusammenhängenden Haut auf, die im Streiflicht als Schicht zu erkennen ist.

    Einziehende Imprägnierung

    Vorteil: Es wandert in die oberflächennahen Poren und bleibt dort. Zu sehen ist danach die Wand, nicht das Mittel.

  • Wasserdampf von innen

    Filmbildende Schicht

    Einschränkung: Je dichter der Film, desto stärker bremst er die Austrocknung nach außen. Feuchte im Wandaufbau findet keinen Weg mehr.

    Einziehende Imprägnierung

    Vorteil: Der Porenraum bleibt offen: Dampf wandert weiter nach außen, flüssiges Wasser wird an der Oberfläche abgewiesen.

  • Alterung des Schutzes

    Filmbildende Schicht

    Einschränkung: Eine Haut altert als eigenes Bauteil: Sie kann verspröden, sich an Rändern lösen und muss dann abgetragen werden.

    Einziehende Imprägnierung

    Die Wirkung nimmt allmählich und ungleichmäßig ab. Die Fläche wird gereinigt und erneut behandelt, ohne Abtrag.

  • Optik der Fläche

    Filmbildende Schicht

    Glanzgrad und Farbtiefe verändern sich sichtbar; Übergänge und alte Ausbesserungen zeichnen sich stärker ab.

    Einziehende Imprägnierung

    Die Struktur bleibt, wie sie ist. Dunkle Töne können etwas satter wirken – prüfbar an der Musterfläche.

  • Wo sie ihren Platz hat

    Filmbildende Schicht

    Vorteil: Auf waagerechten Flächen mit mechanischer Belastung, die keine Feuchte aus einem Wandaufbau abgeben müssen.

    Einziehende Imprägnierung

    Vorteil: An der senkrechten, bewitterten Außenwand, die Feuchtigkeit aus dem Aufbau nach außen abgeben muss.

Einziehend oder aufliegend – der Unterschied zählt

Warum eine dampfdichte Schicht an der Außenwand zum Risiko wird

Jede Außenwand gibt Feuchtigkeit nach außen ab – aus dem Baustoff, aus Restbaufeuchte, aus dem Innenraum. Legt man eine dichte Haut darüber, verschwindet dieses Wasser nicht, es sammelt sich unter der Schicht. Der Schaden entsteht dann nicht am Mittel selbst, sondern in der Grenzfläche zwischen Schicht und Untergrund.

Deshalb prüfen wir vor jeder Behandlung nicht nur, ob ein Schutz sinnvoll ist, sondern auch, was er mit dem Feuchtehaushalt der Wand macht. Diese Kette ist der Grund, weshalb wir an Fassaden dampfoffen arbeiten und filmbildende Systeme dort nicht empfehlen – auch dann nicht, wenn sie kurzfristig wirkungsvoller aussehen.

  1. 1

    Die Schicht schließt die Oberfläche

    Ein durchgehender Film verringert nicht nur die Wasseraufnahme, sondern auch die Abgabe: Beides läuft über denselben Porenraum.

  2. 2

    Feuchte staut sich darunter

    Wasser aus Anschlüssen, aus Regenfahnen oder aus dem Aufbau selbst erreicht die Oberfläche, kommt aber nicht als Dampf hindurch und bleibt in der Randzone.

  3. 3

    Der Haftverbund lässt nach

    Dauerfeuchte in der Grenzfläche schwächt die Verbindung zwischen Schicht und Untergrund. Zuerst betroffen sind Ränder, Kanten und Anschlüsse.

  4. 4

    Frost arbeitet unter der Schicht

    Gefriert das eingeschlossene Wasser, drückt es die Schicht von unten weg. Blasen und Abplatzungen beginnen meist dort, wo der Verbund schon nachgelassen hat.

  5. 5

    Offen bleiben statt abdichten

    Eine einziehende Hydrophobierung nimmt der Fläche die Wasseraufnahme und lässt den Dampfweg frei – die Kette bekommt keinen Anfang.

Die Kette hinter dem Feuchteschaden

Welcher Schutz passt?

Wir sagen Ihnen, was Ihre Wand verträgt

Bei der Besichtigung beurteilen wir Untergrund, Anschlüsse und Feuchtesituation und sagen Ihnen, ob eine Imprägnierung an Ihrem Gebäude sinnvoll ist – oder ob das Geld in einem anderen Gewerk besser angelegt wäre.

Untergrundeignung: Putz, Klinker, Sichtbeton und gestrichene Flächen

Wie viel ein Untergrund aufnimmt, sieht man ihm nicht an. Vor der Entscheidung steht deshalb eine einfache Vorprüfung an unauffälliger Stelle: Wir benetzen eine kleine Fläche mit Wasser und beobachten, was in den folgenden Sekunden passiert.

Zieht der Wasserfilm rasch ein und dunkelt die Stelle nach, ist die Fläche saugfähig – hier hat ein Schutz etwas zu tun. Bleiben die Tropfen stehen, weist die Oberfläche Wasser schon von sich aus ab, und die Behandlung hätte kaum eine Aufgabe. Dazu kommt die Frage der Tragfähigkeit: Kreidet ein Altanstrich ab oder sandet der Putz, zieht das Mittel in eine Schicht ein, die selbst keinen Halt mehr hat.

  • Mineralischer Putz

    Rau-, Kratz- und Scheibenputz saugen je nach Bindemittel sehr unterschiedlich; ein kunstharzgebundener Feinputz nimmt deutlich weniger auf als ein rein mineralischer Putz.

    Was das für die Behandlung heißt: Grobe Strukturen brauchen mehr Material, bis die Fläche gesättigt ist.

  • Klinker und Mörtelfugen

    Der gebrannte Stein nimmt wenig auf, die Fuge umso mehr – bei Sichtmauerwerk läuft der Feuchtetransport vor allem über das Fugennetz. Beide müssen erfasst werden.

    Was das für die Behandlung heißt: Überschuss auf dichten Steinen kann als glänzender Rand antrocknen und wird abgenommen.

  • Sichtbeton und Naturstein

    Die Porenstruktur reicht von nahezu dicht bis stark saugend, oft innerhalb derselben Fläche. Weil hier die Oberfläche selbst das Gestaltungsmittel ist, wiegt jede optische Veränderung schwer.

    Was das für die Behandlung heißt: An solchen Flächen wird immer zuerst an unauffälliger Stelle gemustert.

  • Gestrichene Flächen

    Hier entscheidet nicht der Putz, sondern das Anstrichsystem darüber. Ein intakter, dichter Anstrich weist Wasser bereits ab; ein gealterter, saugender Altanstrich kann von der Behandlung profitieren.

    Was das für die Behandlung heißt: Kreidet die Fläche beim Wischen ab, gehört zuerst der Anstrich in Ordnung gebracht.

Was die Saugprobe je Untergrund zeigt

Der Auftrag: nass in nass bis zur Sättigung

Eine Imprägnierung wird nicht gestrichen, sie wird eingebracht. Das Mittel muss in ausreichender Menge in den Porenraum gelangen, und zwar bevor die zuerst aufgetragene Lage angetrocknet ist – deshalb arbeitet man von unten nach oben und nass in nass, bis die Fläche nichts mehr aufnimmt.

Vier Größen entscheiden über das Ergebnis. Zahlenwerte nennen wir dafür bewusst nicht: Sie hängen an Untergrund, Witterung und Mittel und werden an der Fläche bestimmt, nicht auf einer Webseite.

Auftragsmenge

bis die Fläche satt ist
geringsehr hoch

Nur wenn genügend Mittel in den Porenraum gelangt, entsteht die wasserabweisende Zone auch in der Tiefe. Zu wenig Material wirkt bloß in den obersten Zehntelmillimetern und ist rasch abgewittert.

Zu viel davon:
Überschuss, der nicht mehr einziehen kann, bleibt auf der Oberfläche und trocknet dort als glänzender Schleier oder als Rand auf.
Hängt ab von:
Von der Saugfähigkeit des Untergrunds – dieselbe Menge sättigt Feinputz und Rauputz nicht gleich.

Zahl der Nassschichten

Durchgänge ohne Trocknung
geringsehr hoch

Mehrere Durchgänge kurz hintereinander bringen mehr Wirkstoff ein als ein einzelner satter Auftrag, weil der Porenraum zwischendurch nicht schließt.

Zu viel davon:
Wartet man zu lange, ist die erste Lage angetrocknet: Der nächste Durchgang zieht ungleichmäßig ein, und die Fläche wird fleckig.
Hängt ab von:
Vom Aufnahmevermögen und von der Temperatur – warmer Untergrund verkürzt das Zeitfenster deutlich.

Restfeuchte im Untergrund

Wasser in den Kapillaren
geringsehr hoch

Die Kapillaren müssen frei sein. Sind sie mit Wasser gefüllt, findet das Mittel keinen Weg und bleibt in der äußersten Randzone hängen.

Zu viel davon:
Auf einer noch feuchten Wand entsteht ein unvollständiger, streifiger Schutz – sichtbar erst beim ersten Regen nach der Behandlung.
Hängt ab von:
Von Witterung, Ausrichtung und der Zeit seit der Reinigung; Klinker und Beton brauchen länger als Putz.

Wetterfenster danach

regenfreie Zeit
geringsehr hoch

Das Mittel braucht Zeit, um im Porenraum zu reagieren. Diese Phase soll ohne Schlagregen, ohne Frost und möglichst ohne pralle Mittagssonne ablaufen.

Zu viel davon:
Regen zu früh nach dem Auftrag wäscht Wirkstoff aus, Frost stört die Reaktion, starke Sonne trocknet die Fläche ab, bevor das Mittel eingezogen ist.
Hängt ab von:
Von der Vorhersage und von der Gebäudeseite – der Termin richtet sich nach der Wetterlage, nicht nach dem Kalender.
Vier Stellgrößen beim Aufbringen

Was sich sichtbar verändert – und was nicht

„Man sieht es hinterher nicht“ ist die häufigste Erwartung an eine Imprägnierung und meistens auch das Ergebnis – aber nicht immer. Dunkle, stark saugende Untergründe können nach der Behandlung satter wirken, ein Effekt, den Fachleute Anfeuern nennen. Er ist keine Verschmutzung und kein Ausführungsfehler, sondern eine Folge der veränderten Lichtbrechung an der Oberfläche.

Weil sich das nicht sicher vorhersagen lässt, wird gemustert: Eine kleine Fläche an unauffälliger Stelle wird behandelt und im trockenen Zustand beurteilt, mit etwas Abstand zur Wand. Sie entscheiden über die Optik an Ihrer eigenen Fassade und nicht anhand einer Materialprobe im Musterkoffer.

Unbehandelt
Imprägniert
  • Farbton im trockenen Zustand

    Unbehandelt

    Der Ton, den Sie kennen. Auf stark saugenden Flächen wirkt er meist etwas matter und offener.

    Imprägniert

    Häufig unverändert. Dunkle und stark saugende Töne können eine Spur tiefer erscheinen als vorher.

  • Verhalten bei Regen

    Unbehandelt

    Die Fläche dunkelt großflächig nach, weil Wasser einzieht, und bleibt danach länger sichtbar feucht.

    Imprägniert

    Das Wasser sammelt sich zu Tropfen und läuft ab; die Fläche dunkelt weniger und trocknet zügiger.

  • Struktur und Glanz

    Unbehandelt

    Körnung, Fugenbild und Mattheit prägen das Bild – auf der Oberfläche liegt nichts auf.

    Imprägniert

    Die Struktur bleibt unangetastet. Glanzstellen entstehen nur aus Überschuss, deshalb wird er abgenommen.

  • Übergänge und Ansätze

    Unbehandelt

    Alte Ausbesserungen und Chargenunterschiede treten bei Nässe deutlich hervor.

    Imprägniert

    Bei Auftrag nass in nass bleiben Ansatzstellen unauffällig; abschnittsweises Arbeiten wird an Bauteilkanten getrennt.

  • Wann Sie urteilen sollten

    Unbehandelt

    Beurteilen Sie den Bestand bei trockenem Wetter – nasse Wände wirken immer dunkler, als sie sind.

    Imprägniert

    Auch die Musterfläche wird trocken beurteilt, bei Tageslicht und nicht im flach einfallenden Streiflicht.

Dieselbe Fläche vor und nach der Behandlung

Wann sich der Schutz rechnet – und wann Sie ihn sich sparen können

Ein Oberflächenschutz ist kein Pflichtprogramm nach der Reinigung. Er wirkt dort, wo Wasser lange auf einer saugenden Fläche steht, und er wirkt kaum, wo die Wand ohnehin zügig abtrocknet oder das Material von sich aus wenig aufnimmt. Diese Unterscheidung ist der eigentliche Beratungsinhalt – alles andere wäre Verkauf.

Ein zweiter Punkt gehört zur Ehrlichkeit dazu: Die Zusage von 5 Jahren Garantie auf Neubefall gemäß Garantiebedingungen hängt an der Reinigungsleistung. Die Imprägnierung ist eine zusätzliche, frei wählbare Position – sie verlängert diese Zusage nicht. Was sie leistet, ist eine bessere Ausgangslage der Fläche, und genau so beschreiben wir sie.

  • Saugt die Fläche überhaupt?

    Die Benetzungsprobe entscheidet. Auf einem dichten, gut erhaltenen Anstrich oder auf dicht gebranntem Klinker hat eine Hydrophobierung wenig zu bewirken – der Untergrund tut es bereits selbst.

    Was das für Ihr Objekt bedeutet: Fällt die Probe negativ aus, raten wir von der Position ab.

  • Wie lange bleibt sie nass?

    Wetterseiten und dauerhaft verschattete Wandbereiche bleiben nach Niederschlag am längsten nass. Dort bringt eine geringere Wasseraufnahme den größten Unterschied, weil die Fläche früher wieder trocken ist.

    Was das für Ihr Objekt bedeutet: Für eine sonnige, zügig abtrocknende Seite lohnt sich die Position selten.

  • Ist die Fläche in Ordnung?

    Risse, offene Fugen, schadhafte Anschlüsse und ein kreidender Altanstrich sind keine Fälle für ein Schutzmittel: Eine wasserabweisende Fläche mit offener Fehlstelle leitet Wasser gezielt in die Schwachstelle.

    Was das für Ihr Objekt bedeutet: Erst instand setzen, dann schützen – in dieser Reihenfolge und nicht gleichzeitig.

  • Was erwarten Sie davon?

    Realistisch ist: langsamere Wiederanschmutzung, schnelleres Abtrocknen, weniger anhaftender Schmutz. Nicht realistisch ist eine Fassade, die sich selbst reinigt oder nie wieder behandelt werden muss.

    Was das für Ihr Objekt bedeutet: Wir nennen keine Haltbarkeit in Jahren, weil sie von Lage und Bewitterung abhängt.

Vier Fragen, die die Entscheidung tragen

Ihr Objekt, Ihre Zahl

Was Ihre Fläche kostet, sagen wir nach dem Blick darauf

Besichtigung und Probefläche sind kostenlos. Sie erhalten eine belastbare Kalkulation statt einer Schätzung am Telefon — und entscheiden erst danach.

  • Kostenlos und unverbindlich
  • Rückruf oder E-Mail – wie Sie möchten
  • Festpreis erst nach der Besichtigung

Kostenlos und unverbindlich. Sie entscheiden erst nach der Probefläche.

Nach der Behandlung: Wirkung erkennen, Schutz auffrischen

Der Schutz endet nicht an einem Datum, er verliert allmählich an Wirkung – und zwar zuerst dort, wo die Bewitterung am stärksten ist. Deshalb nennen wir keine Haltbarkeit in Jahren, sondern zeigen Ihnen, woran Sie den Zustand selbst ablesen können. Ein Blick auf die Wand nach dem ersten kräftigen Regen genügt als Prüfung.

Im Alltag verlangt die behandelte Fläche wenig: Ablaufwege freihalten, Rinnen und Anschlüsse in Ordnung halten und vermeiden, dass Bepflanzung oder Anbauten Wasser dauerhaft gegen die Wand führen. Steht später eine Auffrischung an, ist sie der kleinere Vorgang – die Fläche wird gereinigt und erneut behandelt, ohne dass etwas abgetragen werden muss.

  1. 1Frisch behandelt

    Regen perlt ab und läuft an der Fläche herunter

    Beim ersten kräftigen Niederschlag steht das Wasser in Tropfen auf der Wand und läuft ab, statt großflächig einzuziehen. Die Fläche dunkelt weniger nach und ist schneller wieder trocken – das ist der Zustand, mit dem Sie später vergleichen.

    Jetzt hilft: Machen Sie ein Foto der nassen Wand – es ist Ihr Vergleichsmaßstab.

  2. 2Wirkung lässt nach

    Einzelne Bereiche saugen wieder Wasser

    Der Rückgang läuft ungleichmäßig: Betroffen sind zuerst die Wetterseite und Bereiche, über die viel Wasser abläuft. Erkennbar wird er daran, dass dort dunkle Feuchtflächen entstehen, während benachbarte Wandteile noch abperlen.

    Jetzt hilft: Prüfen Sie nach einem Regentag, an welchen Stellen die Wand nachdunkelt.

  3. 3Auffrischung

    Leicht reinigen und erneut behandeln

    Die Wiederholung ist der kleinere Vorgang: Die Fläche wird gereinigt und erneut imprägniert, ein Abtrag ist nicht erforderlich. Den Zeitpunkt bestimmen Sie über Ihre eigene Beobachtung – oder wir schauen bei Gelegenheit mit darauf.

    Jetzt hilft: Am besten zusammen mit der nächsten Reinigung planen, nicht als zweiter Termin.

Schutz sinnvoll?

Reinigung und Schutz in einem Zug planen

Wir beurteilen Untergrund und Saugfähigkeit am Objekt und weisen die Imprägnierung als eigene Position aus. Nach der Probefläche entscheiden Sie über jede Position einzeln – auch dagegen.

Häufige Fragen

Gut zu wissen

Die Fragen, die uns vor einer Beauftragung am häufigsten erreichen – kompakt beantwortet.

Verändert die Imprägnierung das Aussehen meiner Fassade?

In den meisten Fällen bleibt das Erscheinungsbild erhalten: Es entsteht kein Film und keine glänzende Schicht. Auf dunklen, stark saugenden Untergründen kann der Farbton nach der Behandlung etwas satter wirken – dieses Anfeuern lässt sich nicht vorhersagen, deshalb wird vorher an einer kleinen Fläche gemustert und im trockenen Zustand beurteilt.

Wie lange hält der Schutz einer Fassadenimprägnierung?

Eine Zahl in Jahren nennen wir nicht, weil sie von Untergrund, Ausrichtung und Bewitterung abhängt und wir sie nicht zusagen könnten. Die Wirkung nimmt allmählich ab, zuerst an den am stärksten bewitterten Flächen. Woran Sie das erkennen, steht weiter oben auf dieser Seite – am einfachsten am Verhalten der Wand nach kräftigem Regen.

Sie reinigen chemiefrei – ist die Imprägnierung dann auch chemiefrei?

Nein, und diese Grenze ziehen wir bewusst. „Ohne Chlor und aggressive Chemie“ gilt für unser Reinigungsverfahren. Eine Imprägnierung ist dagegen ein Schutzmittel, das aufgebracht wird und im Porenraum reagiert – sie als chemiefrei zu bezeichnen wäre falsch. Welches Mittel an Ihrem Untergrund infrage kommt und welche Angaben dazu vorliegen, besprechen wir vor der Beauftragung.

Ist die Versiegelung Teil der Reinigung oder eine eigene Leistung?

Eine eigene Leistung mit eigenem Material und eigener Position im Angebot. Sie wird nie stillschweigend mitgemacht: Ohne Ihre ausdrückliche Beauftragung bringen wir kein Schutzmittel auf. So können Sie beide Positionen getrennt vergleichen und die Imprägnierung auch weglassen, ohne den Reinigungsauftrag zu verändern.

Kann eine verschmutzte Fassade direkt imprägniert werden?

Nein. Auf Belägen, Staub und losem Material findet das Mittel keinen Weg in den Porenraum – es bliebe auf der Verschmutzung liegen und würde mit ihr abwittern. Die gründliche Reinigung ist zwingend der erste Schritt, danach folgt eine Trocknungsphase, deren Länge die Witterung vorgibt.

Verlängert die Imprägnierung die Garantie auf Neubefall?

Nein. Die Zusage von 5 Jahren Garantie auf Neubefall gemäß Garantiebedingungen gehört zur Reinigungsleistung auf den behandelten Flächen; Umfang und Ausschlüsse stehen in den Bedingungen, die dem Angebot beiliegen. Eine zusätzliche Imprägnierung verbessert die Ausgangslage der Fläche, verlängert diese Zusage aber nicht – und wir behaupten es auch nicht.

Ist eine Imprägnierung für gedämmte Fassaden geeignet?

Grundsätzlich ja, unter zwei Bedingungen: Der Oberputz muss geschlossen und tragfähig sein, und das Mittel muss dampfdurchlässig bleiben. Eine filmbildende Schicht ist auf einem Wärmedämmverbundsystem der falsche Weg. Ob der Oberputz Ihrer Fassade die Behandlung trägt, prüfen wir bei der Besichtigung mit.

Was passiert, wenn es kurz nach dem Auftrag regnet?

Das Mittel braucht eine regenfreie Phase, um im Porenraum zu reagieren. Setzt zu früh Schlagregen ein, kann Wirkstoff ausgewaschen werden und die Fläche wirkt später ungleichmäßig. Deshalb richten wir den Termin nach der Vorhersage aus und verschieben ihn lieber, als eine unsichere Ausführung abzuliefern.

Kann ich die Imprägnierung selbst mit Rolle oder Pinsel auftragen?

Verarbeitbar ist das Material auch von Hand – über das Ergebnis entscheidet aber die Ausführung: Es muss nass in nass, gleichmäßig und bis zur Sättigung eingebracht werden, ohne Überschuss auf der Oberfläche stehen zu lassen. Unterbrechungen mitten in der Fläche zeichnen sich später als Ansätze ab, und antrocknender Überschuss hinterlässt glänzende Ränder.

Lässt sich eine imprägnierte Fassade später noch streichen?

Nur mit Einschränkungen: Eine wasserabweisende Oberfläche nimmt wasserverdünnbare Anstriche schlecht an, was zu Haftungsproblemen führen kann. Ist in absehbarer Zeit ein Anstrich geplant, gehört er vor die Imprägnierung. Deshalb fragen wir vor dem Angebot nach Ihren Plänen für die Fassade, statt eine Position zu verkaufen, die im Weg steht.

Eignet sich die Imprägnierung auch für den Gebäudesockel?

Der Sockel ist ein Sonderfall: Neben Spritzwasser wirkt hier häufig Feuchtigkeit aus dem Erdreich, die kapillar von innen ansteigt – dagegen richtet eine oberflächliche Behandlung nichts. Ob sie dort sinnvoll ist oder ob eine Abdichtung das eigentliche Thema wäre, beurteilen wir am Objekt; pauschal lässt sich das nicht sagen.

Kann ich die Imprägnierung später einzeln beauftragen?

Ja, solange die Fassade zu diesem Zeitpunkt sauber und tragfähig ist. Liegt die Reinigung länger zurück, prüfen wir den Zustand vorab; oft genügt eine leichte Auffrischung der Fläche. Wirtschaftlich ist die Ausführung in einem Zug meist günstiger, weil Anfahrt und Zugangstechnik dann nur einmal anfallen.

Ihre Frage ist nicht dabei?

Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns – wir antworten meist noch am selben Tag.

Einsatzgebiet

Wo wir für Fassadenreinigung unterwegs sind

Von diesen Standorten aus fahren unsere Teams. Steht Ihr Ort nicht dabei, heißt das nicht nein – rufen Sie kurz an, dann sagen wir Ihnen ehrlich, ob sich die Anfahrt für Ihr Objekt rechnet.

Größere Objekte und Portfolios betreuen wir bundesweit – alle Standorte im Überblick Anfahrt kurz abklären

Ihr Beweis vor der Entscheidung

Kostenlose Probefläche: Sie sehen das Ergebnis an Ihrer eigenen Wand

Kein Prospektbild, kein Versprechen – wir reinigen einen abgegrenzten Bereich an Ihrem Objekt. Sie vergleichen vor Ort mit der unbehandelten Fläche daneben und entscheiden erst danach, ob wir weitermachen.

Hochhausfassade während der Reinigung: oberhalb der Hebebühne heller Putz, darunter noch grau-grüner Belag
Genau so sieht eine Probefläche ausOriginalfoto aus einem laufenden Einsatz – oberhalb der Hebebühne ist der Putz wieder hell, darunter liegt der Ausgangszustand.
  • Kostenlos und ohne Verpflichtung
  • Rückruf in der Regel am selben Werktag
  • Festpreis erst nach der Besichtigung
  • 5 Jahre Garantie gemäß Garantiebedingungen

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Probefläche anfragen – vier Angaben genügen

Wir klären Untergrund und Zugang im Gespräch und stimmen den Termin ab. Rückruf oder E-Mail – wie Sie möchten.

Kostenlos und unverbindlich. Sie entscheiden erst nach der Probefläche.

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