robustHistorischer Ziegel
Der Stein hält viel aus, die alten Fugen deutlich weniger.
Wir prüfen den Fugenzustand vorab und stellen den Druck auf die schwächste Stelle ein, nicht auf die stärkste.
Standort
Kaum eine Stadt mischt Bauepochen so dicht: geschützte Siedlungen, Nachkriegszeilen, Villenlagen unter Baumbestand. Was davon am Objekt zutrifft, entscheidet über das Verfahren – geprüft an einer kostenlosen Probefläche.

Unverbindlich ISO 9001:2015 · TÜV Rheinland Team im Einzugsgebiet
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Belege statt Behauptungen


Weiterscrollen – die Fläche wird sauber
Der Befund
Eine gemauerte Einfassung aus hellem Naturstein vor einem Gebäude mit historischen Fensterformen trägt zwei frische Sprühfarben-Tags – auf poröser Steinoberfläche zieht Farbe besonders tief ein.
Die Ausführung
Die Farbschicht wird thermisch-mechanisch abgetragen, ohne Lösungsmittel und ohne den porösen Stein anzugreifen.
Das Ergebnis
Nach der Behandlung ist die Mauer wieder in ihrer ursprünglichen Zeichnung zu sehen, ohne sichtbare Reste der Sprühfarbe.
Betriebsstätte
Essen ist der Ankerpunkt für das mittlere Ruhrgebiet. Der Gebäudebestand reicht von denkmalgeschützten Zechensiedlungen über Nachkriegsbauten bis zu modernen Bürokomplexen.
Für uns bedeutet diese Bandbreite: Kein Verfahren passt überall. Ob Naturstein, Klinker oder Wärmedämmverbundsystem entscheidet über Druck, Temperatur und Arbeitsgänge – geprüft wird das an der Probefläche.
Ortsbefund
Vier Bauepochen auf engstem Raum
Kaum eine Stadt mischt Bauepochen so dicht wie Essen. In Margarethenhöhe und den alten Zechensiedlungen steht denkmalgeschützter Bestand mit historischem Putz und originalen Ziegeln. Wenige Kilometer weiter beginnt die Nachkriegsbebauung, im Süden folgen großzügige Villenlagen, im Zentrum Verwaltungsbauten mit Glas und Metallfassaden.
Der Untergrund entscheidet, nicht das Verfahren
Für die Arbeit heißt das: Die Frage ist nie, welches Verfahren wir nutzen, sondern was der Untergrund verträgt. Ein Wärmedämmverbundsystem reagiert völlig anders als ein Ziegel aus den Zwanzigern – beim einen zählt jeder Bar zu viel, beim anderen die Einwirkzeit.
Baumbestand hält jedes zweite Objekt im Schatten
Die Lage im Ruhrtal bringt zusätzlich viel Grün und damit Schatten. Unter Baumbestand fallen Blütenstaub, Laub und Harz auf Dächer und Terrassen, halten Feuchtigkeit und begünstigen Algen. Das betrifft im Essener Süden nahezu jedes zweite Objekt.
Satzungsschutz
In den Zechensiedlungen hängt der Schutz am Gesamtbild – ein einzelnes zu hell gereinigtes Haus fällt sofort auf.
Die Werkssiedlungen des Ruhrgebiets sind als Ensemble gebaut worden: gleiche Ziegel, gleiche Fensterteilung, gleicher Rhythmus über ganze Straßenzüge. Genau deshalb sind viele von ihnen als Bereich geschützt und nicht als Einzelobjekt.
Für eine Reinigung heißt das etwas Unerwartetes: Das Ziel ist nicht das hellstmögliche Ergebnis, sondern ein Ergebnis, das sich in die Nachbarschaft einfügt. Ein Haus, das deutlich heller aus der Reihe springt, ist fachlich kein Erfolg.
Die Untere Denkmalbehörde nennt für Ihre Adresse, ob und wie das Objekt erfasst ist. Die Auskunft ist kostenlos.
Trifft auf Ihr Objekt zu, wenn: Ihr Haus steht in einer geschlossen erhaltenen Siedlung aus der Zeit vor 1930.
Wie hell darf es werden, ohne aus der Zeile zu fallen? Diese Frage wird vor der Reinigung beantwortet, nicht danach.
Trifft auf Ihr Objekt zu, wenn: Die Nachbarhäuser wurden in den letzten Jahren nicht gereinigt.
Historisches Mauerwerk hat weichere Fugen als heutiges. Was dort ausgewaschen ist, kommt nicht zurück.
Trifft auf Ihr Objekt zu, wenn: An der Wetterseite sind Fugen sichtbar zurückgewittert.
Zwischen Anfrage bei der Behörde und Rückmeldung liegt Zeit. Wer den Termin im Frühjahr will, fragt im Winter.
Trifft auf Ihr Objekt zu, wenn: Die Maßnahme soll in der Hauptsaison stattfinden.
Beschattung
Nicht der Regen bestimmt den Bewuchs, sondern die Zeit, die eine Fläche danach zum Abtrocknen bekommt.
Im Essener Süden und in den Villenlagen steht altes Grün dicht an den Gebäuden. Wo eine Krone bis über die Wand reicht, kommt weniger Sonne an, es zieht weniger Luft durch, und der Eintrag aus Blütenstaub, Harz und Laub kommt obendrauf.
Das Ergebnis ist eine Fläche, die nach jedem Regen länger feucht bleibt als eine freistehende. Reinigen kann man sie genauso gut – nur kommt der Bewuchs schneller zurück, wenn sich an der Ursache nichts ändert.
Zunächst nur bei feuchtem Wetter sichtbar, nach dem Abtrocknen kaum wahrnehmbar. Der Untergrund ist noch völlig intakt.
Jetzt hilft: Reinigung genügt, kein weiterer Aufwand nötig.
Der Bewuchs bleibt auch bei trockenem Wetter erkennbar, meist zuerst unter der Traufe und an Fensterbänken.
Jetzt hilft: Reinigen und Rückschnitt der Krone prüfen.
Das Polster speichert Wasser und gibt es an den Putz zurück. Die Wand trocknet auch im Sommer nicht mehr vollständig durch.
Jetzt hilft: Reinigung, Rückschnitt und anschließend Schutzbehandlung.
Dauerhafte Durchfeuchtung löst den Putz vom Untergrund. Ab hier ist Reinigen nur noch Vorarbeit.
Jetzt hilft: Erst instandsetzen, dann reinigen – nicht umgekehrt.
Untergründe
Die Frage ist nie, welches Verfahren wir können, sondern welches der Untergrund an Ihrem Objekt aushält.
Innerhalb weniger Kilometer stehen hier Bauten aus vier Epochen nebeneinander. Jede bringt einen anderen Wandaufbau mit – und der bestimmt, wie viel Druck, Temperatur und Feuchtigkeit vertretbar sind.
Die folgende Übersicht ordnet die Untergründe nach Belastbarkeit. Sie ersetzt keine Besichtigung, macht aber vorab klar, in welcher Größenordnung sich das Verfahren bewegen wird.
robustDer Stein hält viel aus, die alten Fugen deutlich weniger.
Wir prüfen den Fugenzustand vorab und stellen den Druck auf die schwächste Stelle ein, nicht auf die stärkste.
sehr empfindlichWeich, saugfähig und meist ohne Anstrichschutz.
Hier arbeiten wir mit der niedrigsten Einstellung, die überhaupt Wirkung zeigt, und mit mehreren Durchgängen.
empfindlichDie dünne Deckschicht löst sich bei zu viel Kraft vom Dämmstoff.
Der Schaden zeigt sich oft erst Monate später. Deshalb bleibt der Druck hier grundsätzlich niedrig.
sehr robustRobust, aber empfindlich gegenüber ungleichmäßiger Bearbeitung.
Sichtbeton verzeiht Druck, aber keine Streifen: gearbeitet wird bahnweise mit gleichbleibendem Abstand.
Schwerpunkte
Bei eingetragenen Bauten entscheidet die Denkmalbehörde über das Verfahren mit. Wir dokumentieren die Probefläche so, dass Sie diese Unterlage für die Abstimmung verwenden können, und arbeiten ausschließlich substanzschonend.
Zur LeistungIm laufenden Betrieb zählt Planbarkeit: Wir arbeiten randzeitlich, sichern Eingänge und Zufahrten ab und dokumentieren jeden Bauabschnitt so, dass er in die Objektakte passt.
Zur LeistungLaub, Blütenstaub und dauerhafter Schatten machen Dächer im Essener Süden zum Dauerthema. Wir entfernen den Bewuchs und prüfen Rinnen und Einläufe gleich mit – dort steckt meist die eigentliche Ursache für Feuchteschäden.
Zur LeistungJe länger eine Farbe steht, desto tiefer zieht sie in den Untergrund. Bei porösem Ziegel oder Sichtbeton entscheidet die richtige Kombination aus Temperatur und Einwirkzeit darüber, ob ein Schatten zurückbleibt.
Zur LeistungHäufige Fragen
Bei eingetragenen Baudenkmälern und in Denkmalbereichssatzungen redet die Untere Denkmalbehörde mit. Wir stimmen das Verfahren vorher ab und verzichten grundsätzlich auf alles, was die historische Oberfläche verändert. Die dokumentierte Probefläche ist dafür die Grundlage.
Ja, aber nur mit deutlich reduziertem Druck. WDVS hat eine dünne, elastische Deckschicht – zu viel Kraft löst sie vom Dämmstoff ab, und der Schaden zeigt sich oft erst Monate später. Wir stellen das Verfahren an der Probefläche entsprechend niedrig ein.
Ja. Wir legen die Arbeiten auf Randzeiten oder Wochenenden, sperren jeweils nur den Abschnitt ab, an dem wir gerade sind, und halten Eingänge frei. Den Ablaufplan bekommen Sie vorab schriftlich, damit Sie Mitarbeitende und Besucher informieren können.
So früh wie möglich. Frische Farbe lässt sich meist rückstandsfrei lösen; nach Monaten ist sie in den Untergrund eingezogen, und auf porösen Flächen bleibt eher ein Schatten zurück.
Die Auskunft gibt die Untere Denkmalbehörde für Ihre Adresse. Ein Blick auf das Haus genügt nicht: Denkmalbereichssatzungen erfassen ganze Straßenzüge, ohne dass ein einzelnes Gebäude eingetragen sein muss. Wir empfehlen die Anfrage vor der Beauftragung, nicht danach.
Nein, und wir würden es auch nicht empfehlen. Was hilft, ist ein Rückschnitt, der wieder Luft zwischen Krone und Wand bringt – meist reichen wenige Meter Abstand. Ob das zulässig ist, richtet sich nach der Baumschutzsatzung Ihrer Kommune.
Einzugsgebiet
Das Einzugsgebiet reicht von Gelsenkirchen und Herne bis Velbert und Hattingen. Bei Beständen mit mehreren Objekten planen wir die Reihenfolge gemeinsam, damit nicht jedes Haus einzeln angefahren werden muss.
Einsatzgebiet
Liegt Ihr Objekt weiter außerhalb, übernimmt es womöglich eine dieser Betriebsstätten. Wer zuständig ist, klären wir intern – Sie müssen nicht raten.
Größere Objekte und Portfolios betreuen wir bundesweit – alle Standorte im Überblick Anfahrt kurz abklären
Kostenlos & unverbindlich
Sagen Sie uns, um welche Bauepoche es geht und ob das Quartier unter Schutz steht. Danach legen wir eine Probefläche an, die zeigt, wie weit die Aufhellung geht – und ob sie zum Rest der Straße passt.
Kostenlos und unverbindlich. Bei geschütztem Bestand ist die Dokumentation zugleich Ihre Unterlage für die Behörde.