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Leistung im Detail

Fassadensteinreinigung: Klinker, Backstein und Natursteinfassade

Eine Steinfassade verschmutzt von oben nach unten und von der Wetterseite nach innen. Wir reinigen Klinker, Backstein, Riemchen und Natursteinverblendung in der Höhe – ohne Chlor und Säuren, ohne aggressiven Hochdruck und ohne dass Wasser in die Konstruktion hinter der Fuge gelangt.

Illustration: Ein TRODATEC-Mitarbeiter reinigt aus dem Korb einer Arbeitsbühne die Klinkerfassade eines mehrgeschossigen Gebäudes mit Kalkausblühungen und Schmutzfahnen – der gereinigte senkrechte Streifen zeigt den satten Klinkerton mit klaren Fugen, am Boden bedient ein Kollege das Aggregat

Unverbindlich TÜV-geprüft · ISO 9001

Bildmotiv: Illustration unserer Arbeitsweise – echte Kundenprojekte ansehen

Die senkrechte Steinfläche: Höhe, Fuge und die Wand dahinter

An einer Steinfassade lässt sich die Verschmutzung von unten nach oben lesen. Im Sockelbereich sitzen die dunklen Ränder, die aufspritzendes Regenwasser vom Boden an die Wand trägt. Darüber zeichnen Fensterbänke, Rollladenkästen und Gesimse ihre Fahnen nach unten, weil an jeder Tropfkante Wasser über die ganze Breite gesammelt und an wenigen Punkten wieder abgegeben wird. Ganz oben, an Attika und Traufe, arbeitet nur noch die Bewitterung: Dort liegt der Belag gleichmäßig, und die Wetterseite ist deutlich stärker betroffen als die geschützten Ansichten.

Saubere Pflasterfläche nach der chemiefreien Steinreinigung durch TRODATEC
Pflasterfläche mit Moos und Verschmutzung vor der Steinreinigung durch TRODATEC
VorherNachher
SteinreinigungPflaster & Hof

Der zweite Unterschied zur Bodenfläche steckt hinter der Sichtfläche. Sichtmauerwerk ist kein geschlossener Baukörper, sondern eine Schale: Bei Verblendmauerwerk liegen zwischen Vorsatzschale und tragender Wand eine Luftschicht und häufig eine Dämmung, bei vorgehängten Natursteinplatten hängt die Bekleidung an Konsolen und Ankern vor der Wand. Offene Stoßfugen und Entlüftungsöffnungen sind dort keine Bauschäden, sondern Bestandteil der Konstruktion – deshalb entscheidet an einer Steinfassade nicht nur, wie sauber die Fläche wird, sondern auch, wohin das Wasser dabei läuft.

Aus beidem folgt die Arbeitsweise: gereinigt wird ansichtsweise von oben nach unten, mit angepasster Intensität statt mit Wucht, ohne Chlor und ohne Säuren – TÜV-geprüft, nach ISO 9001 zertifiziert und bundesweit. Was an Ihrem Mauerwerk erreichbar ist, zeigen wir vorab an einer kostenlosen Probefläche an einer Stelle, die Sie freigeben; auf behandelte Flächen erhalten Sie 5 Jahre Garantie auf Neubefall gemäß Garantiebedingungen.

Worauf Sie sich verlassen können

Was eine professionelle Steinreinigung leisten muss

Der Fugenmörtel bestimmt die Intensität

Im Sichtmauerwerk ist nicht der gebrannte Stein das schwächste Glied, sondern der Mörtel zwischen den Steinen – er ist weicher, liegt tiefer und macht einen erheblichen Teil der Sichtfläche aus.

  • Die Einstellung folgt der Fuge, nicht dem Stein
  • Ausgewaschene Fugen sind ein Bauschaden

Was aus der Fuge herausgewaschen wird, öffnet dem Regen den Weg ins Mauerwerk – der Folgeschaden kostet ein Vielfaches der Reinigung.

Kein Wasser in die Konstruktion

Offene Stoßfugen, Entlüftungsöffnungen und die Anschlüsse an Fenstern und Sockel bestimmen die Arbeitsrichtung mit, damit Wasser nicht hinter die Sichtfläche gelangt.

  • Arbeitsrichtung folgt der Konstruktion
  • Hinterlüftungsebene bleibt trocken

Ein nasser Hohlraum trocknet langsam ab und ist von außen nicht kontrollierbar – deshalb wird er gar nicht erst geflutet.

Brennhaut und Besandung bleiben stehen

Die gebrannte Oberfläche von Klinker und Riemchen ist der Witterungsschutz des Steins. Sie wird nicht angestrahlt und nicht abgetragen, auch nicht an hartnäckigen Stellen.

  • Kein Sandstrahlen, kein abrasives Medium
  • Besandete Sorten behalten ihre Struktur

Eine aufgeraute Klinkerfläche nimmt danach mehr Wasser auf und setzt schneller wieder an – der Zustand davor war der bessere.

Höhe wird geplant, nicht improvisiert

Zugangstechnik, Absturzsicherung und die Absperrung des Bereichs unter der Arbeitsstelle stehen vor dem Termin fest und sind im Angebot benannt.

  • Hubarbeitsbühne oder Gerüst nach Objekt
  • Standflächen und Anfahrt vorher geklärt

Welche Lösung günstiger ist, hängt an Höhe, Fassadenlänge und dem, was vor der Wand steht – wir rechnen beide Varianten.

Bauschluss als eigener Anlass

Nach Neubau oder Sanierung liegen Zementschleier, verschleppter Fugenmörtel und die ersten Ausblühungen auf dem frischen Mauerwerk. Diese Erstreinigung ist eine eigene Aufgabe.

  • Grauer Schleier statt organischer Belag
  • Getrennt vom Reinigungsauftrag kalkuliert

Der Befund ist mineralisch und nicht biologisch – hier greift ein anderes Vorgehen als bei einer vergrünten Bestandsfassade.

Ein Bild über alle Ansichten

Ziel ist ein einheitlicher Eindruck über das ganze Gebäude, nicht vier Wände mit vier Ergebnissen – auch wenn die Wetterseite deutlich stärker belastet war.

  • Intensität je Ansicht dem Befund angepasst
  • Abnahme vom Boden und aus der Höhe

Maßstab ist die trockene Wand: Nass gelesen täuscht jede Steinfassade, weil sie dunkler und farbiger erscheint als am Tag danach.

So gehen wir vor

Steinreinigung: so läuft Ihr Auftrag ab

Der komplette Ablauf im Detail – von der Analyse bis zur dokumentierten Übergabe – steht auf unserer Verfahrensseite.

  1. Verschmutzte Pflasterflaeche vor der Besichtigung
    1

    Schritt 1 von 4

    Ansichten, Höhe und Zugang aufnehmen

    Bei der Besichtigung werden Mauerwerksart und Fugenzustand erfasst, jede Ansicht getrennt beurteilt und geklärt, wie die Fläche in der Höhe erreichbar ist.

    • Wetterseite und geschützte Ansichten getrennt bewertet
    • Standflächen, Anfahrt und Sicherungsbereich festgehalten
  2. Halb gereinigter Plattenweg: Probefläche im direkten Vergleich
    2

    Schritt 2 von 4

    Probefläche an aussagekräftiger Stelle

    Der kostenlose Testausschnitt liegt dort, wo das Mauerwerk am schlechtesten aussieht – an einer Stelle, die Sie vorher freigeben.

    • Ohne Kosten und ohne Auftragspflicht, auch bei einer Absage
    • Bewertet wird erst der durchgetrocknete Ausschnitt
  3. 3

    Schritt 3 von 4

    Ansichtsweise von oben nach unten reinigen

    Gearbeitet wird in klar begrenzten Feldern und in Fallrichtung des Wassers, ohne Chlor und ohne Säuren, mit der Intensität aus der Probefläche.

    • Anbauteile, Fenster und Sockel sind vorher gesichert
    • Fugen und Anschlüsse werden nicht direkt angestrahlt
  4. Saubere Pflasterflaeche nach der Steinreinigung
    Abschluss:

    Abschluss

    Abnahme und getrennte Zusatzpositionen

    Zur Abnahme sehen wir das Ergebnis gemeinsam an – vom Boden und, wo nötig, aus der Höhe. Verbleibende Spuren werden benannt und begründet.

    • Auf behandelte Flächen 5 Jahre Garantie gemäß Garantiebedingungen
    • Ein optionaler Oberflächenschutz bleibt eine eigene Position

Das TRODATEC-Verfahren im Detail

Wo eine Steinfassade zuerst schmutzig wird – und warum

Eine Steinfassade verschmutzt nicht flächig, sondern an Adressen. Fast jeder dunkle Bereich lässt sich einem Bauteil zuordnen, das Wasser sammelt und an einer Stelle wieder abgibt – wer diese Quellen kennt, liest an der Wand ab, was die Reinigung leisten muss und was baulich geklärt werden sollte.

  • Sockelzone: Spritzwasser vom Boden

    Regen, der auf Pflaster, Kies oder Beet aufschlägt, trägt Erde und Feinstaub bis in Kniehöhe an die Wand zurück. Auf dunklem Klinker fällt der Rand kaum auf, auf hellem Verblendmauerwerk umso mehr.

    Woran Sie die Zone erkennen: Der Belag endet in gleichmäßiger Höhe über dem Gelände und läuft um das ganze Gebäude.

  • Tropfkanten unter Fensterbänken

    Fensterbänke, Gesimse und Rollladenkästen sammeln Wasser über ihre ganze Breite und geben es an wenigen Punkten ab. Darunter entstehen die schmalen, senkrechten Fahnen, die eine Fassade unruhig wirken lassen.

    Woran Sie die Zone erkennen: Streifen beginnen immer unter einer Kante, nie mitten in der Fläche.

  • Wetterseite: Schlagregen und Bewuchs

    Die dem Wetter zugewandte Ansicht bleibt nach jedem Regen am längsten feucht. Dort setzt sich der grünliche Belag zuerst durch – flächig und ohne scharfe Grenze, weil die Bewitterung selbst die Ursache ist.

    Woran Sie die Zone erkennen: Zwei Ansichten desselben Hauses sehen unterschiedlich alt aus.

  • Attika und Traufe: Bewitterung von oben

    Im obersten Bereich fehlen Schmutzquellen aus der Nähe. Dafür trifft die Wand alles, was Wind und Ablaufwasser aus Attika und Rinne heranführen – gleichmäßig verteilt und vom Boden aus schwer zu beurteilen.

    Woran Sie die Zone erkennen: Von der Bühne aus sieht dieselbe Wand anders aus als vom Gartenstuhl.

Vier Zonen, vier Ursachen an derselben Wand

Der Fugenmörtel ist das schwächste Glied im Sichtmauerwerk

Ein hart gebrannter Klinker verträgt mehr als der Mörtel, mit dem er vermauert ist. Die Fuge liegt tiefer, sie ist weicher, sie ist älter – und bei kleinformatigem Mauerwerk macht sie einen erheblichen Teil der Sichtfläche aus. Deshalb bestimmt nicht der Stein die Intensität, sondern die Fuge daneben.

Was das in der Praxis bedeutet, zeigt die Einordnung der üblichen Vorgehensweisen. Druckangaben nennen wir dabei bewusst nicht: Entscheidend ist, was an der Fuge ankommt, und das ergibt sich erst aus Führung, Abstand, Wassermenge und Temperatur im Zusammenspiel.

Belastung der Mörtelfuge nach Vorgehensweise

  • Sandstrahlen

    Das Strahlmittel nimmt die Fuge und die gebrannte Haut des Steins gleichzeitig mit. Die Wand ist danach sauber und dauerhaft geschädigt: Sie saugt mehr Wasser, setzt schneller wieder an und lässt sich nicht zurückbauen.

    Was heißt das konkret?
    • Der Verlust fällt zunächst kaum auf, weil eine frisch gestrahlte Fläche gleichmäßig hell wirkt.
    • An alter Sichtsubstanz ist das ein Eingriff, den keine Nachbehandlung wieder ausgleicht.
  • Punktstrahl von der Arbeitsbühne

    Aus der Höhe verleitet die Rotordüse dazu, mit Abstand und Wucht zu arbeiten, weil das Ergebnis von unten kontrolliert wird. In der Fuge räumt sie den Mörtel aus, an Anschlüssen treibt sie Wasser hinter die Sichtfläche.

    Was heißt das konkret?
    • Die ausgewaschene Fuge verrät sich erst beim nächsten Schlagregen, als dunkler Streifen im Mauerwerk.
    • Was hinter die Vorsatzschale gelangt, ist von außen nicht mehr zu kontrollieren.
  • Saurer Klinkerreiniger

    Säure löst mineralische Schleier schnell und greift dabei Fugenmörtel, kalkhaltige Werksteine und Metallteile mit an. Auf Klinker bleiben oft gelbliche Höfe und aufgehellte Fugen zurück, die deutlicher auffallen als der Schleier davor.

    Was heißt das konkret?
    • Wir arbeiten ohne Säuren und ohne Chlor – der Wirkstoff, der solche Schäden erzeugt, kommt gar nicht vor.
    • Angrenzende Bauteile wie Aluminiumfenster oder Zinkbleche reagieren empfindlicher als das Mauerwerk selbst.
  • Warmwasser mit Flächenführung

    Wärme und Einwirkzeit übernehmen die Arbeit, für die sonst Druck herhalten müsste, und die breit geführte Bahn verteilt die Wirkung gleichmäßig über Stein und Fuge. Die Fuge bleibt gefüllt, die Brennhaut bleibt stehen.

    Was heißt das konkret?
    • Die Einstellung wird an der kostenlosen Probefläche gefunden und gilt dann für die ganze Ansicht.
    • An eingewachsenem Mauerwerk führen mehrere geduldige Durchgänge weiter als ein einziger kräftiger.

Vor dem Auftrag

Wie sieht Ihr Mauerwerk unter dem Belag aus?

An einer kostenlosen Probefläche sehen Sie das erreichbare Ergebnis am eigenen Stein, und wir sehen, was die Fuge verträgt. Die Stelle stimmen wir vorher mit Ihnen ab, entschieden wird erst danach.

Klinker, Riemchen, Handstrichziegel: was die Oberfläche zulässt

„Klinker“ ist eine Sammelbezeichnung für Oberflächen, die in der Reinigung wenig gemeinsam haben. Zwischen einem bis zur Sinterung gebrannten Vormauerstein und einem weichen Handstrichziegel liegen mehrere Belastbarkeitsstufen – und beide können an derselben Fassade verbaut sein, etwa als Fläche und als Zierband.

Dazu kommt die Bearbeitung der Sichtfläche: Glasierte Riemchen tragen eine geschlossene, glänzende Haut, kohlegebrannte Sorten changieren in dunklen Tönen, rustikale Steine sind besandet. Die Gegenüberstellung zeigt die beiden Endpunkte dieser Skala – dazwischen liegt das meiste, was an deutschen Fassaden verbaut ist.

Harter Vormauerklinker
Weicher Handstrichziegel
  • Erkennungsmerkmal

    Harter Vormauerklinker

    Scharfe Kanten, gleichmäßiges Format, dichte und oft glatte Sichtfläche; ein Wassertropfen bleibt sekundenlang stehen.

    Weicher Handstrichziegel

    Unregelmäßige Kanten, sichtbare Handstrichspuren, matte und saugende Oberfläche; ein Tropfen zieht fast sofort ein.

  • Was die Oberfläche verträgt

    Harter Vormauerklinker

    Mehr Spielraum in der Intensität – begrenzt wird er trotzdem von den weicheren Mörtelflanken direkt daneben.

    Weicher Handstrichziegel

    Deutlich reduzierte Intensität, weil jede abgetragene Kornlage die Saugfähigkeit des Steins dauerhaft erhöht.

  • Sonderfall an der Sichtfläche

    Harter Vormauerklinker

    Glasierte Riemchen: Die geschlossene Haut ist empfindlich gegen kratzende Medien, gibt Schmutz dafür leicht wieder her.

    Weicher Handstrichziegel

    Besandete Sorten: Die aufgebrachte Sandschicht gehört zum Gesicht des Steins und darf nicht abgenommen werden.

  • Was vor der Arbeit geklärt wird

    Harter Vormauerklinker

    Ob Fläche und Zierband wirklich derselbe Stein sind – Kontrastbänder bestehen häufig aus einer weicheren Sorte.

    Weicher Handstrichziegel

    Ob die Substanz noch tragfähig ist: Mürbe, absandende Steine werden gesichert und nicht gereinigt.

Zwei Endpunkte derselben Materialfamilie

Vorgehängte Natursteinplatten: Konsolen, Anker und die offene Fuge

Naturstein an der Fassade ist selten Mauerwerk. Meist hängt er als Platte vor der eigentlichen Wand, getragen von Konsolen und gehalten von Ankern, mit einer belüfteten Luftschicht dahinter. Diese Bauweise ist bauphysikalisch sinnvoll und für die Reinigung der anspruchsvollste Fall, weil die Sichtfläche nicht dicht ist und nicht dicht sein soll.

Die offene oder nur locker verfüllte Fuge ist hier kein Mangel, sondern die Lüftungsöffnung des Systems. Alles, was mit Druck hineingetrieben wird, landet in einem Hohlraum, der von außen nicht einsehbar ist und langsam abtrocknet. Deshalb wird an vorgehängten Fassaden mit der Fuge gearbeitet und nicht gegen sie.

  1. 5

    Natursteinplatte

    Die sichtbare Bekleidung trägt nur sich selbst. Ihre Oberfläche ist das, was gereinigt wird – und das Einzige an diesem Aufbau, das gereinigt werden soll.

  2. 4

    Fuge zwischen den Platten

    Offen oder elastisch verfüllt. Sie nimmt Bewegung auf und lässt Luft in die Ebene dahinter; ein Punktstrahl auf die Fuge arbeitet gegen ihre Aufgabe.

  3. 3

    Hinterlüftungsebene

    Der Luftspalt führt Feuchtigkeit ab, die aus Wand oder Fuge kommt. Er funktioniert nur trocken und ist nach der Montage nicht mehr zugänglich.

  4. 2

    Dämmung und Unterkonstruktion

    Dämmstoff, Halteprofile und die Konsolen aus der tragenden Wand. Metallteile in diesem Bereich reagieren auf Säuren empfindlicher als der Stein davor.

  5. 1

    Tragende Wand mit Ankern

    Der Baukörper nimmt die Last der Bekleidung über Konsolen und Anker auf. Von der Reinigung darf hier nichts ankommen – auch kein Wasser.

Querschnitt einer vorgehängten Steinfassade

Wasserführung an der Wand: nach unten und nach draußen

An der Fassade gilt eine Regel, aus der sich fast die ganze Systematik ergibt: Alles, was gelöst wird, läuft nach unten. Wer gegen diese Richtung arbeitet, zieht gelösten Schmutz über bereits gereinigte Bahnen und erzeugt Ränder, die sich nur mit Mehraufwand korrigieren lassen.

Die zweite Regel ist die schwierigere: Das Wasser muss die Wand außen verlassen. Fensteranschlüsse, Rollladenkästen, Lichtschächte, Kellerfenster und der Sockelbereich sind die Stellen, an denen es stattdessen hineinfindet – jede davon wird vor dem ersten Handgriff gesichert.

  1. 1

    Anschlüsse und Anbauteile sichern

    Fenster, Türen, Lichtschächte, Leuchten und Briefkästen werden abgedeckt oder ausgespart, Wege und Beete unter der Arbeitsstelle geschützt.

  2. 2

    Ansicht für Ansicht, nie über Ecken

    Jede Ansicht wird als eigene Fläche behandelt und in einem Zug bearbeitet. Abschnittsgrenzen liegen an Bauteilkanten, nicht mitten in der Wand.

  3. 3

    Von oben nach unten, mit dem Ablauf

    Gearbeitet wird in Fallrichtung des Wassers. Der gereinigte Bereich liegt dabei immer oberhalb, damit nichts Gelöstes über ihn zurückläuft.

  4. 4

    Fuge und Anschluss nicht anstrahlen

    Auf offene Stoßfugen, Anschlussfugen und Blechverwahrungen wird nicht direkt gehalten. Wasser soll an der Wand herunterlaufen, nicht in sie hinein.

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    Trocken beurteilen, dann übergeben

    Sockel und Abläufe werden kontrolliert, Rückstände aufgenommen. Beurteilt wird die Ansicht erst, wenn sie vollständig durchgetrocknet ist.

Fünf Regeln für die senkrechte Fläche

Bauschlussreinigung: Zementschleier, Mörtelreste, erste Ausblühungen

Eine frisch aufgemauerte Klinkerfassade ist nicht schmutzig, sie ist bebaut. Was auf ihr liegt, stammt aus dem Bauvorgang selbst: verschleppter Fugenmörtel, ein grauer Zementschleier über der ganzen Fläche, Reste von Klebebändern und Folien – und nach den ersten Regenfällen die weißen Ränder, die die Baurestfeuchte nach außen trägt.

Dieser Befund ist mineralisch und nicht biologisch. Er verlangt ein anderes Vorgehen als eine vergrünte Bestandsfassade, er hat ein eigenes Zeitfenster, und er wird getrennt kalkuliert. Für Bauherren, Architekten und Bauträger ist er zugleich der Moment, in dem sich entscheidet, wie das Gebäude bei der Übergabe aussieht.

  • Zementschleier über der Fläche

    Ein feiner grauer Film aus Bindemittel, der beim Verfugen über den Stein gezogen wurde. Er nimmt der Fassade die Farbtiefe und fällt erst auf, wenn eine gereinigte Teilfläche daneben liegt.

    Was daraus folgt: Der Vergleich an einer Probefläche macht den Unterschied überhaupt sichtbar.

  • Mörtelreste und Mörtelnasen

    Punktuelle Anhaftungen an Steinkanten und in Fugenwinkeln. Sie sitzen fest und werden gezielt bearbeitet, nicht über eine härtere Einstellung für die ganze Wand.

    Was daraus folgt: Einzelne Stellen bleiben Handarbeit – dafür bleibt die Fläche unangetastet.

  • Ausblühungen aus der Baurestfeuchte

    Frisches Mauerwerk gibt über Monate Wasser ab; gelöste Bestandteile aus Mörtel und Stein bleiben als weißer Rand auf der Oberfläche zurück. Sie liegen auf und lassen sich abnehmen.

    Was daraus folgt: Solange die Wand austrocknet, können die Ränder erneut auftreten.

  • Zeitfenster und Reihenfolge

    Gereinigt wird, wenn der Mörtel ausgehärtet ist und die Nachfolgearbeiten es zulassen. Zu früh angesetzt, ist die Arbeit ein zweites Mal zu machen.

    Was daraus folgt: Steht das Gerüst noch, sinkt der Aufwand für die Zugangstechnik deutlich.

Vier Befunde am frischen Mauerwerk

Neubau und Sanierung

Übergabe steht an, das Mauerwerk ist grau?

Wir sehen uns die Fassade an, solange das Gerüst noch steht, und legen eine kostenlose Probefläche an. Sie erhalten ein Angebot, in dem Erstreinigung und optionale Zusatzleistungen getrennt ausgewiesen sind.

Hubarbeitsbühne oder Gerüst: wie die Höhe den Preis bewegt

Bei einer Steinfassade ist nicht die Reinigung der größte Posten, sondern der Weg zur Fläche. Ab Erdgeschosshöhe entscheidet die Zugangstechnik über Ablauf, Dauer und Kosten – und darüber, wie viel rund um das Gebäude vorbereitet werden muss.

Unterschiedlich sind Logistik, Vorlauf und der Aufwand daneben: Absturzsicherung an der Arbeitsstelle, Absperrung des Bereichs darunter und, wenn Bühne oder Gerüst auf öffentlichen Grund reichen, Halteverbot und Verkehrssicherung mit der Kommune. Beides hat Vorlauffristen und gehört ins Angebot, nicht in die Improvisation am Einsatztag.

ab 12 €pro m² Fassadenfläche

Ausgangswert unserer Kalkulation für Fassadenflächen und damit höher als bei ebenerdigen Steinflächen: Zugangstechnik und Sicherung kommen hinzu. Nach oben bewegen ihn Höhe, gegliederte Ansichten, viel Fugenlänge und Sonderfälle wie Zementschleier oder Rostfahnen. Bühne, Gerüst und Schutz weisen wir getrennt aus.

Ausgangspunkt

Steinfassade über Erdgeschosshöhe

Am Anfang steht dieselbe Aufnahme: Höhe, Fassadenlänge, Zuschnitt der Ansichten und die Frage, was vor der Wand steht – Beete, Stellplätze, Gehweg oder Straße.

Hubarbeitsbühne

Tageweise
  1. 1

    Standfläche und Tragfähigkeit prüfen

    Die Bühne braucht festen Untergrund und Platz zum Ausschwenken. Rasenflächen, Tiefgaragendecken und Beete setzen hier Grenzen.

  2. 2

    Kurzer Vorlauf, keine Standzeit

    Angeliefert wird am Einsatztag, abgeholt am Ende. Es fallen keine Kosten für Standzeit an, dafür muss die Ausführung in das Zeitfenster passen.

  3. 3

    In Positionen umsetzen

    Gearbeitet wird aus Stellungen, die nachgesetzt werden. Bei stark gegliederten Fassaden kostet das Umsetzen mehr Zeit als die Reinigung selbst.

Arbeits- und Schutzgerüst

Mit Standzeit
  1. 1

    Aufbau, Standzeit, Abbau

    Das Gerüst wird auf- und abgebaut und dazwischen bezahlt. Bei großen oder verwinkelten Fassaden ist es trotzdem die wirtschaftlichere Lösung.

  2. 2

    Jede Stelle gleich gut erreichbar

    Von der Lage aus lässt sich das Mauerwerk aus der Nähe beurteilen und punktuell nacharbeiten – ein Vorteil an Fugen und Einzelstellen.

  3. 3

    Mit anderen Arbeiten teilen

    Steht das Gerüst für Fenster, Dach oder Fugenarbeiten ohnehin, entfällt der größte Kostenblock der Fassadenreinigung.

Gleiche Ausführung, andere Logistik

Die Intensität an der Wand ändert sich durch die Zugangstechnik nicht. Was sich ändert, sind Vorlauf, Sicherungsaufwand und Preis – deshalb steht sie im Angebot als eigene Position und nicht versteckt im Quadratmeterpreis.

Zwei Wege zur Fläche in der Höhe

Ihr Objekt, Ihre Zahl

Was Ihre Fläche kostet, sagen wir nach dem Blick darauf

Besichtigung und Probefläche sind kostenlos. Sie erhalten eine belastbare Kalkulation statt einer Schätzung am Telefon — und entscheiden erst danach.

  • Kostenlos und unverbindlich
  • Rückruf oder E-Mail – wie Sie möchten
  • Festpreis erst nach der Besichtigung

Kostenlos und unverbindlich. Sie entscheiden erst nach der Probefläche.

Häufige Fragen

Gut zu wissen

Die Fragen, die uns vor einer Beauftragung am häufigsten erreichen – kompakt beantwortet.

Woher kommen die weißen Ränder auf meiner Klinkerfassade?

In der Regel aus dem Mauerwerk selbst: Feuchtigkeit löst Bestandteile aus Mörtel und Stein, trägt sie nach außen und verdunstet – der weiße Rand bleibt auf der Oberfläche zurück. Bei Neubauten steckt meist die Baurestfeuchte dahinter, und die Sache beruhigt sich mit dem Austrocknen. An Bestandsfassaden lohnt der Blick auf eine dauerhafte Quelle: eine undichte Blechverwahrung, eine defekte Rinne, ein Anschluss ohne Tropfkante. Die Ränder nehmen wir ab und benennen, was wir am Bauteil sehen.

Ist Sandstrahlen nicht gründlicher als Ihr Verfahren?

Gründlicher ja, und genau das ist das Problem: Das Strahlmittel nimmt neben dem Belag die gebrannte Haut des Steins und den Mörtel in der Fuge mit. Die Wand ist danach heller als vorher, saugt aber mehr Wasser, setzt schneller wieder an und lässt sich nicht zurückbauen. An Verblendmauerwerk und an alten Sichtfassaden ist das ein Substanzverlust ohne Rückweg – deshalb arbeiten wir ohne abrasive Verfahren.

Reinigen Sie auch Mischfassaden aus Klinker und Sandstein?

Ja, das ist eher der Normalfall als die Ausnahme: Viele Fassaden kombinieren Klinkerflächen mit Sandsteingesimsen, Fensterlaibungen, Sohlbänken oder Sockelquadern. Diese Bauteile werden getrennt beurteilt und mit eigener Intensität bearbeitet, statt die Ansicht in einer Einstellung durchzufahren. Welche Bereiche das an Ihrem Gebäude sind, halten wir bei der Besichtigung fest.

Brauche ich ein Gerüst, oder genügt eine Hubarbeitsbühne?

Das entscheidet das Objekt, nicht der Wunsch. Eine Hubarbeitsbühne ist bei freistehenden, wenig gegliederten Gebäuden mit tragfähiger Standfläche meist die günstigere Lösung. Ein Gerüst rechnet sich bei großen oder verwinkelten Fassaden, bei engen Grundstücken und immer dann, wenn ohnehin weitere Arbeiten am Gebäude anstehen. Wir rechnen beide Varianten und legen sie Ihnen als getrennte Positionen vor.

Muss ich Halteverbot und Absperrung selbst organisieren?

Den Bedarf melden wir früh an, damit nichts am Termin scheitert: Reichen Bühne oder Gerüst auf Gehweg oder Straße, sind eine Genehmigung und eine Verkehrssicherung nötig, und beides hat Vorlauffristen. Wer den Antrag stellt, wird im Angebot festgehalten statt offengelassen. Die Absperrung des Bereichs unter der Arbeitsstelle und die Absturzsicherung gehören in jedem Fall zur Vorbereitung des Einsatzes.

Kommt bei der Reinigung Wasser hinter die Klinkerschale?

Nicht, wenn mit der Konstruktion gearbeitet wird. Offene Stoßfugen, Entlüftungsöffnungen und Anschlussfugen werden nicht direkt angestrahlt, die Wassermenge bleibt so bemessen, dass sie an der Wand herunterläuft statt in sie hinein, und die Anschlüsse an Fenstern und Sockel sind vorher gesichert. Kritisch wird es beim Punktstrahl aus kurzer Distanz – einer der Gründe, warum wir so nicht arbeiten.

Können glasierte und besandete Riemchen gereinigt werden?

Ja, beide – mit jeweils angepasstem Vorgehen. Die geschlossene, glänzende Haut glasierter Riemchen gibt Schmutz leicht wieder her, verträgt aber keine kratzenden Medien. Besandete Sorten sind der umgekehrte Fall: Ihre aufgebrachte Sandschicht gehört zum Erscheinungsbild und darf nicht abgenommen werden, sonst verändert die Fassade ihr Gesicht. Welche Sorte verbaut ist, klären wir vor Ort und stellen die Reinigung darauf ein.

Wir haben einen Neubau mit grauem Schleier auf dem Klinker. Machen Sie das?

Ja, das ist eine Bauschlussreinigung und damit eine eigene Leistung. Behandelt werden Zementschleier, verschleppter Fugenmörtel, Kleberreste und die ersten Ausblühungen aus der Baurestfeuchte – ein mineralischer Befund, der anders angegangen wird als organischer Belag auf einer Bestandsfassade. Am günstigsten ist der Zeitpunkt, solange das Gerüst noch steht; melden Sie sich deshalb besser zu früh als zu spät.

Was kostet die Reinigung einer Steinfassade pro Quadratmeter?

Der Ausgangswert unserer Kalkulation liegt bei etwa 12 Euro je Quadratmeter Fassadenfläche und damit über dem Wert für ebenerdige Steinflächen – der Unterschied ist die Zugangstechnik samt Sicherung. Nach oben bewegen ihn Höhe, stark gegliederte Ansichten, kleinformatiges Mauerwerk mit viel Fugenlänge und Sonderfälle wie Zementschleier oder Rostfahnen. Die verbindliche Zahl entsteht am Gebäude; Besichtigung und Probefläche kosten Sie nichts.

Sollte die Steinfassade nach der Reinigung imprägniert werden?

Das ist eine eigene Frage und eine eigene Angebotsposition, nie ein stiller Bestandteil der Reinigung. Auf saugendem Verblendmauerwerk an einer schlagregenbelasteten Wetterseite kann ein Oberflächenschutz sinnvoll sein: Wasser perlt ab statt einzuziehen, Verschmutzungen finden schwerer Halt. Voraussetzung ist eine sauber gereinigte, durchgetrocknete Fläche – wird Restfeuchte eingeschlossen, arbeitet das Problem darunter weiter. Produktversprechen und Haltbarkeitszusagen über unsere Garantiebedingungen hinaus machen wir nicht.

Was passiert mit Fenstern, Fensterbänken und Anbauteilen?

Sie werden vor Beginn abgedeckt, geschützt oder gezielt ausgespart: Fenster und Türen, Leuchten, Briefkästen, Kameras, Markisen, Blechverwahrungen und Sohlbänke. Unter der Arbeitsstelle sichern wir Wege, Beete und Stellflächen. Ziel ist, dass nach der Reinigung nichts nachzuarbeiten bleibt – weder eine Fensterreinigung noch ein gerettetes Beet.

Braune Fahnen unter Ankern und Gittern – lassen die sich entfernen?

Rostfahnen entstehen, wenn Regen Korrosionspartikel von Stahlteilen auswäscht und über den Stein verteilt. Sie sitzen fester als organischer Belag und werden punktuell behandelt, nicht über eine härtere Einstellung für die ganze Ansicht. Wie weit sich eine Fahne zurücknehmen lässt, zeigt eine Probestelle direkt daneben. Wichtiger ist der Hinweis auf die Quelle: Solange das Bauteil darüber weiter abwittert, kauft jede Reinigung nur Zeit.

Ihre Frage ist nicht dabei?

Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns – wir antworten meist noch am selben Tag.

Ihr Beweis vor der Entscheidung

Kostenlose Probefläche: Sie sehen das Ergebnis an Ihrer eigenen Wand

Kein Prospektbild, kein Versprechen – wir reinigen einen abgegrenzten Bereich an Ihrem Objekt. Sie vergleichen vor Ort mit der unbehandelten Fläche daneben und entscheiden erst danach, ob wir weitermachen.

Gepflasterte Fläche mit hell gereinigtem, klar abgegrenztem Ausschnitt inmitten des dunkel vergrauten Belags
Genau so sieht eine Probefläche ausOriginalfoto aus einem Auftrag – derselbe Belag, gereinigter Ausschnitt und Ausgangszustand direkt nebeneinander.
  • Kostenlos und ohne Verpflichtung
  • Rückruf in der Regel am selben Werktag
  • Festpreis erst nach der Besichtigung
  • 5 Jahre Garantie gemäß Garantiebedingungen

Dokumentierte Projekte ansehen

Probefläche anfragen – vier Angaben genügen

Wir klären Untergrund und Zugang im Gespräch und stimmen den Termin ab. Rückruf oder E-Mail – wie Sie möchten.

Kostenlos und unverbindlich. Sie entscheiden erst nach der Probefläche.

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