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Leistung im Detail

Dachsanierung durch Beschichtung – Alternative zur Neueindeckung

Ihr Dach ist dreißig oder vierzig Jahre alt, die Oberfläche hat sichtbar aufgegeben – die Substanz aber nicht? Dann geht es um eine Entscheidung: den Zeitpunkt der Neudeckung verschieben oder ihn jetzt annehmen. Der kostenlose Dach-Check nimmt dafür das ganze Dach auf, nicht nur die Steinoberfläche.

Illustration: Ein TRODATEC-Mitarbeiter nimmt von der Anlegeleiter aus den Zustand eines Altdachs mit verschobenen und gebrochenen Steinen auf, ein zweiter dokumentiert die Fläche mit der Kamera – Ersatzsteine liegen gestapelt am Boden

Unverbindlich TÜV-geprüft · ISO 9001

Bildmotiv: Illustration unserer Arbeitsweise – echte Kundenprojekte ansehen

Die Sanierungsentscheidung am Altdach: Zustand, Zeitpunkt, Restnutzungsdauer

Viele Altdächer sehen schlechter aus, als sie sind. Die Steine liegen fest, die Unterkonstruktion ist gesund, und trotzdem wirkt die Fläche wie ein Fall für den Abriss – weil verwittert genau das ist, was man von der Straße aus sieht. Eine Entscheidung, die nur diese Oberfläche beurteilt, fällt deshalb regelmäßig falsch aus, und zwar in beide Richtungen.

Verwittertes Ziegeldach aus der Drohnenperspektive vor der BeschichtungVorher
Dasselbe Dach nach Reinigung und Beschichtung, durchgehend gleichmäßiger FarbtonNachher
Echtes Projekt: Dach nach Reinigung und BeschichtungWeitere Projekte

Wohnhaus · Tonziegel · Reinigung mit anschließender Beschichtung

Wir drehen die Reihenfolge um und nehmen zuerst das Dach als Bauteil auf: Eindeckung und Befestigung, Lattung, Unterspannbahn und – wo der Dachraum zugänglich ist – die Dämmung. Erst danach steht die Frage nach der Oberfläche. Denn eine Beschichtung erneuert den verwitterten Oberflächenschutz und nichts darunter; sie ist der Schlussstein einer Sanierung, deren bauliche Arbeiten erledigt sind, nicht deren Ersatz.

Diese Seite behandelt deshalb die Entscheidung und nicht das Material: woran sich eine Restnutzungsdauer festmachen lässt, welche Bauteile mitsaniert werden müssen, wann das Verschieben einer Neudeckung ein legitimes Ziel ist – und in welchen Fällen wir ablehnen, obwohl der Auftrag zu haben wäre.

Worauf Sie sich verlassen können

Was eine professionelle Dachbeschichtung leisten muss

Das ganze Dach im Blick

Beurteilt wird nicht die Steinoberfläche, sondern das Bauteil Dach – Eindeckung, Befestigung, Lattung, Unterspannbahn und, wo zugänglich, die Dämmung.

  • Prüfung von außen und von innen
  • Jedes Bauteil einzeln eingestuft

Neudeckung planbar verschieben

Bei tragfähiger Substanz überbrückt die Beschichtung die Zeit bis zur Neueindeckung. Der Aufschub ist das Ziel und kein Nebeneffekt – und er wird offen so benannt.

  • Aufschub statt Ersatz der Neudeckung
  • Zeitrahmen wird vorher besprochen

Bauteile werden mitsaniert

First, Grat, Ortgang, Kehlen, Anschlüsse und Durchdringungen gehören zur Fläche. Was dort fällig ist, wird vor der Beschichtung instand gesetzt statt überstrichen.

  • Ersatz für gebrochene Steine
  • Halterungen gelöst statt mitbeschichtet

Optik wie neu eingedeckt

Verwitterte, ausgeblichene Dachflächen erhalten einen gleichmäßigen neuen Farbton – das gesamte Haus wirkt gepflegter und gewinnt an Ausstrahlung.

Ehrliche Absage, schriftlich

Wir beschichten nur, wenn die Substanz es hergibt. Bei erschöpfter Substanz, Schäden im Aufbau oder Asbestverdacht sagen wir ab und begründen es nachvollziehbar.

Bei Verdacht auf asbesthaltige Faserzementplatten verweisen wir an einen dafür zugelassenen Fachbetrieb.

Garantie und geprüfte Qualität

Sie erhalten 5 Jahre Garantie gemäß Garantiebedingungen – ausgeführt von einem TÜV-geprüften, nach ISO 9001 zertifizierten Betrieb, bundesweit.

  • Kostenlose Probefläche am eigenen Dach
  • Befunde und Abnahme mit Fotos

So gehen wir vor

Dachbeschichtung: so läuft Ihr Auftrag ab

Der komplette Ablauf im Detail – von der Analyse bis zur dokumentierten Übergabe – steht auf unserer Verfahrensseite.

  1. Abgewittertes Ziegeldach vor der Bestandsaufnahme
    1

    Schritt 1 von 4

    Entscheidung vorbereiten

    Bestandsaufnahme am ganzen Dach, Einordnung der Restnutzungsdauer und die Frage, wie lange das Dach in Ihrer Planung noch tragen soll.

    • Zustand je Bauteil, mit Fotos festgehalten
    • Ihr Zeitrahmen als Maßstab, nicht unser Angebot
  2. Klar abgegrenzte, frisch beschichtete Testfläche auf einem verwitterten Betondachstein-Dach
    2

    Schritt 2 von 4

    Reparaturpaket festlegen

    Was vor der Beschichtung instand gesetzt werden muss, steht als eigene Position im Angebot – nicht als Pauschale im Fließtext.

    • Ersatzsteine rechtzeitig beschaffen
    • Anschlüsse und Durchdringungen einzeln benannt
  3. 3

    Schritt 3 von 4

    Vorlauf klären

    Bevor ein Termin steht: Zustimmungen, Auflagen zum Farbton, Zugang zur Fläche und die Abstimmung mit Nachbarn oder Eigentümergemeinschaft.

    • Auflagen aus Denkmalschutz oder Satzung
    • Reihenfolge, wenn die Fassade mitkommt
  4. Frisch beschichtetes Ziegeldach nach der Abnahme
    Abschluss:

    Abschluss

    Ausführen und abnehmen

    Erst die vereinbarten Reparaturen, dann die chemiefreie Reinigung der Fläche, danach Grundierung und Beschichtung – zum Schluss die gemeinsame Abnahme.

    • Von oben nach unten gearbeitet
    • Abnahme gegen das Protokoll der Bestandsaufnahme

Das TRODATEC-Verfahren im Detail

Zustandsaufnahme: beurteilt wird das Dach, nicht die Steinoberfläche

Bevor über eine Sanierung gesprochen wird, muss der Bestand auf den Tisch – systematisch statt nach Bauchgefühl, und über das ganze Bauteil statt über die eine Fläche, die man von unten sieht. Was von außen verwittert wirkt, sagt nämlich nichts darüber, wie es unter der Eindeckung aussieht: Beides kann weit auseinanderfallen.

Die Dokumentation gehört Ihnen, unabhängig davon, ob ein Auftrag zustande kommt. Auch wenn wir abraten, können Sie mit den Unterlagen gezielt weiterplanen und Angebote für eine Neueindeckung einholen, ohne bei null anzufangen. Sie ist zugleich der Maßstab für die Abnahme: Was als reparabel eingestuft wurde, muss danach nachweislich instand gesetzt sein.

  1. 1

    Prüfung von außen

    Zustand der Eindeckung und ihrer Befestigung, Firste und Grate, Kehlen sowie die Anschlüsse an Kamin, Dachfenster und Wände – Punkt für Punkt.

  2. 2

    Blick von innen

    Wo der Dachraum zugänglich ist: Lattung, Unterspannbahn, Dämmung und Feuchtespuren am Holz – erst dieses Gesamtbild erlaubt eine belastbare Aussage.

  3. 3

    Drei Kategorien, alles fotografiert

    Jedes Bauteil wird als intakt, reparabel oder erneuerungsbedürftig eingestuft – zugleich die Referenz für die Abnahme: Als reparabel Eingestuftes muss danach nachweislich instand gesetzt sein.

  4. 4

    Begründete Empfehlung

    Sanierung durch Beschichtung, Sanierung mit vorgelagertem Reparaturpaket oder die klare Aussage, dass eine bauliche Maßnahme die richtige Lösung ist – jede Antwort kommt vor und wird begründet.

Von der Prüfung zur begründeten Empfehlung in vier Schritten.

Was unter der Eindeckung liegt: Lattung, Unterspannbahn, Dämmung

Ein Dach ist ein Stapel aus Lagen, von denen eine Beschichtung genau eine erreicht: die oberste. Alles, was die Sanierungsentscheidung tatsächlich entscheidet, liegt darunter – das Holz, das die Steine trägt, die Bahn, die zweite Sicherheit gibt, und die Dämmung, die auf Feuchte am empfindlichsten reagiert.

Deshalb gehört der Blick von innen zur Aufnahme. Wo der Dachraum zugänglich ist, lässt sich dort in kurzer Zeit mehr über den Zustand sagen als in einem ganzen Vormittag auf der Fläche: Feuchtespuren an Sparren und Latten, Risse an den Nagellöchern der Bahn, gesetzte oder verfärbte Dämmung. Ist der Dachraum ausgebaut und verkleidet, bleibt dieser Blick verwehrt – dann sagen wir das offen und beurteilen entsprechend zurückhaltender.

  1. 4

    Eindeckung und Befestigung

    Die einzige Lage, an der eine Beschichtung überhaupt ansetzt. Sie hält Regen und Schnee ab, war aber nie wasserdicht: Sie leitet ab, was auf ihr landet, und lebt von der Überlappung.

  2. 3

    Lattung und Konterlattung

    Das Holz trägt die Steine und hält die Hinterlüftung offen. Weiches, dunkel verfärbtes oder ausgerissenes Holz nimmt jede Beschichtung von der Tagesordnung – dort steht Zimmererarbeit an.

  3. 2

    Unterspannbahn

    Die zweite Linie: Sie führt ab, was durch Fugen und Überlappungen kommt. Alte Bahnen werden brüchig und reißen an den Nagellöchern – zu erkennen ist das nur von innen, nie von der Fläche aus.

  4. 1

    Dämmung und Innenbekleidung

    Was hier einmal feucht war, bleibt selten unauffällig: Stockflecken, Geruch und Ränder an der Bekleidung. Solche Spuren gehören ins Protokoll, bevor über Farbtöne gesprochen wird.

Vier Lagen – nur die oberste erreicht eine Beschichtung.

Restnutzungsdauer: den Zeitpunkt der Neudeckung verschieben

Die Frage lautet nicht, ob Beschichten oder Neudecken das bessere Verfahren ist. Sie lautet: Wie viele Winter soll dieses Dach noch tragen? Erst mit einer Antwort darauf wird aus zwei Angeboten eine Entscheidung – denn beide Wege sind richtig, nur zu unterschiedlichen Zeitpunkten.

Eine Beschichtung erneuert den Oberflächenschutz. Sie macht keinen mürben Stein wieder fest und keine weiche Latte tragfähig, und genau deshalb ist ihr ehrlichstes Ziel ein Aufschub: Der Zeitpunkt der Neudeckung rückt nach hinten, das Budget bleibt bis dahin frei, und die Fläche sieht in der Zwischenzeit aus wie ein gepflegtes Dach. Wer den Aufschub als Ziel benennt, verspricht nichts, was er nicht liefern kann.

Wie weit dieser Aufschub reicht, hängt am Zustand und nicht am Material – deshalb nennen wir dazu keine Zahl, sondern beschreiben, was wir gefunden haben. Und wenn der Aufschub kürzer ausfiele als der Zeitraum, den Sie brauchen, ist die Neudeckung die richtige Antwort. Dann sagen wir das, auch wenn damit der Auftrag entfällt.

Ausgangspunkt

Tragfähiges Altdach, verbrauchte Oberfläche

Am Anfang steht ein Befund und kein Angebot: Die Steine liegen fest, der Aufbau ist trocken, verbraucht ist der Oberflächenschutz. Was daraus folgt, hängt weniger am Dach als an Ihrem Zeitrahmen.

Sie bleiben langfristig

Langer Horizont
  1. 1

    Aufschub als Ziel

    Die Beschichtung soll die Zeit bis zur Neudeckung überbrücken. Was in dieser Zeit ohnehin ansteht, wird gleich mit erledigt – Anschlüsse, Ortgang, Ersatzsteine.

  2. 2

    Reparaturen nicht sparen

    Wer lange bleibt, spart nicht an der Substanz: Jedes Bauteil, das im Protokoll als reparabel steht, wird vor der Beschichtung instand gesetzt.

  3. 3

    Zweiter Blick eingeplant

    Nach einigen Wintern schauen wir gemeinsam nach dem Zustand. Bis dahin bleibt die Neudeckung eine Option mit Termin und kein plötzlicher Notfall.

Verkauf oder Übergabe absehbar

Kurzer Horizont
  1. 1

    Zustand offen dokumentieren

    Das Protokoll beschreibt, was saniert wurde und was nicht. Genau diese Unterlage will ein Käufer sehen, und niemand kann sie nachträglich schreiben.

  2. 2

    Umfang eng halten

    Sinnvoll ist, was Dichtheit und Erscheinungsbild sichert. Alles, was auf viele Jahre zielt, zahlt in diesem Fall der nächste Eigentümer.

  3. 3

    Keine Kosmetik über Mängeln

    Was wir gefunden haben, verschwindet nicht unter Farbe: Mängel stehen im Protokoll, auch wenn die Fläche danach makellos aussieht.

Ein Dach, das seinen Zeitraum trägt

Beide Wege führen zu einer Fläche, die dicht ist und ordentlich aussieht – verschieden ist nur, wie viel Substanzarbeit darunter steckt. Diese Unterscheidung gehört ins Angebot und nicht ins Kleingedruckte.

Derselbe Befund, zwei Planungshorizonte

Zeitrahmen

Wie lange soll dieses Dach noch halten?

Nennen Sie uns Ihren Zeitrahmen, dann rechnen wir daran entlang – und sagen offen, wenn die Substanz ihn nicht mehr hergibt. Der Dach-Check ist kostenlos und endet auch mit einem Nein.

Mitsaniert: First, Grat, Ortgang und jede Durchdringung

Wasser kommt selten mitten in der Fläche ins Haus. Es kommt an den Linien und Löchern: am First, im Grat, in der Kehle, am Ortgang und an jeder Stelle, an der etwas durch die Deckung hindurchgeht. Eine Beschichtung, die über unberührte Details hinweggeht, ist Kosmetik – die Fläche glänzt, und die Schwachstellen liegen genau dort, wo sie vorher lagen.

Deshalb steht neben jedem Bauteil im Protokoll, was dort geschieht: instand setzen, austauschen oder unverändert lassen. Das gilt auch für alles, was in der Fläche montiert ist. Schneefanggitter, Rinneneisen, Antennenmasten und Halterungen werden gelöst oder abgedeckt und danach wieder gesetzt; mitbeschichtete Bauteile sind ein sicheres Zeichen dafür, dass jemand schnell fertig werden wollte.

  • First und Grat

    Die Firstlinie ist die exponierteste Kante des Daches. Ausgewitterte Mörtelfugen, lose Steine und ermüdete Klammern werden instand gesetzt, bevor beschichtet wird – ein Mangel dort arbeitet bei jedem Sturm weiter.

    Woran Sie es von unten erkennen: Helle Bruchstücke aus der Firstfuge in der Rinne oder auf dem Boden vor dem Haus.

  • Ortgang, Traufe und Kehle

    An den Rändern läuft das Wasser gebündelt ab. Lose Ortgangsteine, verrutschte Traufsteine und zugesetzte Kehlen sind die Stellen, an denen eine Sanierung entweder hält oder ihre Schwachstelle behält.

    Woran Sie es von unten erkennen: Grüne Streifen unterhalb der Kehle oder Feuchtefahnen an der Wand unter dem Ortgang.

  • Durchdringungen

    Kamin, Dachfenster, Lüfter, Rohre und Antennenmasten durchstoßen die Fläche. Jede dieser Stellen hat ihre eigene Abdichtung mit eigener Lebensdauer, und keine davon wird durch eine Beschichtung besser.

    Woran Sie es von unten erkennen: Rissige Anschlussfugen, offene Blechkanten oder Rost an Manschetten und Schellen.

  • Schneefang und Halterungen

    Schneefanggitter, Sicherheitshaken, Solarhalterungen und Rinneneisen sitzen mitten in der Fläche. Sie werden abgedeckt oder gelöst und wieder gesetzt; was ausgetauscht werden muss, steht im Protokoll.

    Woran Sie es von unten erkennen: Verbogene Gitterstützen, fehlende Haken oder Rostwasser an Steinen unter der Halterung.

Vier Bauteile, die eine Sanierung nicht auslassen darf

Sturmschaden und verschobene Steine: der Nachtrag zur Dichtheit

Ein Sturm ist häufig der Anlass, aus dem Eigentümer nach vielen Jahren wieder auf ihr Dach schauen. Verschobene und gebrochene Steine sind dabei der sichtbare Teil; der wichtigere ist die Frage, was das Wasser in der Zwischenzeit gemacht hat. Eine offene Stelle in der Deckung ist kein Schönheitsfehler, sondern eine Abkürzung nach innen.

Die folgende Kette läuft an vielen Altdächern gleich ab und wird in der Regel erst auf der dritten Stufe bemerkt. Wer sie kennt, erkennt früh genug, ob eine Reparatur mit anschließender Beschichtung ausreicht – oder ob aus dem Vorhaben längst ein anderes geworden ist.

  1. 1Nach dem Sturm

    Ein Stein liegt nicht mehr, wo er lag

    Von unten fällt eine verschobene Pfanne kaum auf, oben ist die Deckung an dieser Stelle offen. Windsog hebt Steine an, verschiebt sie im Falz und lässt sie wieder fallen – die Kante bricht dabei häufig ab.

    Jetzt hilft: Fläche nach jedem schweren Sturm einmal aus der Distanz absuchen.

  2. 2Wasser auf der Bahn

    Die zweite Linie arbeitet allein

    Regen und Flugschnee gelangen nun regelmäßig unter die Eindeckung. Die Unterspannbahn führt das ab, solange sie intakt ist – gedacht ist sie als Zusatz, nicht als Dachhaut. Alte Bahnen sind spröde und reißen dort, wo sie über die Latten genagelt wurden.

    Jetzt hilft: Verschobene Steine richten, gebrochene ersetzen, Bahn von innen sichten.

  3. 3Feuchte im Aufbau

    Latten, Sparren und Dämmung nehmen Wasser auf

    Jetzt geht es nicht mehr um die Oberfläche. Holz dunkelt nach und wird weich, Dämmstoff setzt sich und verliert seine Wirkung, an der Innenbekleidung zeichnen sich Ränder ab. Eine Beschichtung wäre hier die falsche Antwort auf die richtige Frage.

    Jetzt hilft: Aufbau öffnen und trocknen lassen, bevor über die Fläche gesprochen wird.

  4. 4Bauschaden

    Aus der Sanierung wird eine Baumaßnahme

    Sind Lattung oder Sparren geschädigt und die Dämmung durchfeuchtet, entscheidet nicht mehr die Wirtschaftlichkeit, sondern Statik und Wärmeschutz. Der Weg führt über die Neudeckung – und die kostet ein Vielfaches der Reparatur, die am Anfang gereicht hätte.

    Jetzt hilft: Zimmerer oder Dachdecker hinzuziehen; die Beschichtung ist vom Tisch.

Nach dem Unwetter

Steine verschoben oder gebrochen?

Schicken Sie uns Fotos der Fläche und der Traufe, dann sagen wir, ob das ein Fall für einzelne Reparaturen ist oder für eine Aufnahme des ganzen Aufbaus. Die Einschätzung kostet nichts.

Bruchsteine ersetzen, wenn das Modell nicht mehr gebaut wird

Kein Altdach ist vollständig. Über die Jahrzehnte gehen Steine zu Bruch – durch Frost an einer Kante, durch einen Tritt beim Antennenbau, durch Hagel oder Windsog. Der Austausch selbst ist Routine; zur Aufgabe wird die Beschaffung, sobald das Modell nicht mehr hergestellt wird, und ausgelaufen sind die meisten Formen von damals.

Planbar bleibt dabei der Farbton: Weil die Beschichtung über die gesamte Fläche geht, spielt es keine Rolle, ob ein Ersatzstein heller oder dunkler ist als seine Nachbarn. Nicht ausgleichen lässt sich die Form. Ein Stein mit anderer Wulsthöhe oder anderem Falz bleibt sichtbar – er liegt am Ende dort, wo niemand hinsieht, oder er kommt nicht aufs Dach.

  1. 1

    Bedarf zählen

    Zuerst steht die Zahl fest: Wie viele Steine sind gebrochen, gerissen oder fehlen ganz, und wie verteilen sie sich über die Fläche.

  2. 2

    Modell bestimmen

    Bauform, Format und Hersteller werden am Objekt aufgenommen. Erst damit lässt sich klären, ob es diesen Stein noch gibt oder ob er längst ausgelaufen ist.

  3. 3

    Ersatz beschaffen

    Für gängige Formen findet sich Ware im Handel. Bei ausgelaufenen Modellen bleiben Restbestände, Bauteilbörsen und Rückbauflächen – das braucht Vorlauf, nicht Glück.

  4. 4

    Aus der eigenen Fläche umsetzen

    Findet sich kein Ersatz, kommen Steine aus einer verdeckten Zone des eigenen Daches nach vorn. Geschlossen wird die Fehlstelle dann dort, wo sie niemand sieht.

  5. 5

    Farbbild schließen

    Weil die Beschichtung anschließend über die ganze Fläche geht, verschwinden die Farbunterschiede der Ersatzsteine. Sichtbar bleiben Formunterschiede – deshalb zählt die Bauform mehr als der Ton.

Vom Bruchstein zum geschlossenen Farbbild

Bauablauf: Zustimmungen, Reihenfolge und die Frage nach der Fassade

Bevor ein Termin sinnvoll ist, muss geklärt sein, ob der geplante Farbton überhaupt zulässig ist. Bei denkmalgeschützten Gebäuden ist jede Änderung des Erscheinungsbildes genehmigungspflichtig, und ein neues Farbbild auf dem Dach ist genau das. Die Freigabe erteilt die zuständige Behörde und nicht der ausführende Betrieb.

Auch ohne Denkmalschutz kann die Farbwahl eingeschränkt sein: Gestaltungssatzungen und Festsetzungen im Bebauungsplan schreiben in vielen Wohngebieten Dachform und Dachfarbe vor, mancherorts bis zur Nuance. Ein Anruf bei der Gemeinde vor der Beauftragung erspart die Diskussion nach der Ausführung.

Bei Eigentümergemeinschaften gehört die Dachfläche zum Gemeinschaftseigentum – dort braucht es einen Beschluss und keinen Einzelauftrag. Bei Doppel- und Reihenhäusern läuft die Fläche über die Grenze weiter, und ein einseitig beschichtetes Dach bleibt an der Trennlinie dauerhaft sichtbar; die Abstimmung mit den Nachbarn lohnt sich also doppelt.

Steht daneben auch die Fassade auf der Liste, entscheidet die Reihenfolge über die Nacharbeit. Gearbeitet wird von oben nach unten; offen ist nur, ob beides in einem Zug läuft oder in getrennten Abschnitten.

Dach zuerst, Fassade später
Dach und Fassade zusammen
  • Zugang zur Fläche

    Dach zuerst, Fassade später

    Zugangstechnik und Baustelleneinrichtung fallen zweimal an – einmal für das Dach und später erneut für die Fassade.

    Dach und Fassade zusammen

    Zugang und Einrichtung werden einmal gestellt und von beiden Gewerken genutzt; das ist der größte gemeinsame Posten.

  • Reihenfolge

    Dach zuerst, Fassade später

    Jedes Vorhaben hat seine eigene Reihenfolge – dafür entfällt die Abstimmung zwischen zwei Baustellen.

    Dach und Fassade zusammen

    Es gilt eine Regel: von oben nach unten. Wird die Fassade zuerst fertig, arbeitet das Dach in ihre frische Oberfläche hinein.

  • Nacharbeit und Schmutz

    Dach zuerst, Fassade später

    Die zweite Maßnahme verschmutzt, was die erste hinterlassen hat – Nacharbeit an der Fassade ist dann wahrscheinlich.

    Dach und Fassade zusammen

    Ablaufendes Wasser und Abtrag vom Dach landen auf der Fassade, bevor diese bearbeitet wird; die Reihenfolge löst das Problem.

  • Entwässerung

    Dach zuerst, Fassade später

    Rinnen und Fallrohre werden beim Dachtermin gesichtet; Arbeiten daran sind später eigens zu beauftragen.

    Dach und Fassade zusammen

    Rinne, Fallrohr und Anschlüsse liegen bereits im Zugriff – der günstigste Zeitpunkt, sie mitzuprüfen oder mitzumachen.

  • Budget und Termin

    Dach zuerst, Fassade später

    Die Investition verteilt sich auf zwei Bauabschnitte, und jeder Abschnitt bleibt für sich planbar.

    Dach und Fassade zusammen

    Höherer Betrag in einem Zug, dafür ein Vorlauf, eine Terminkette und eine Abnahme statt zweier.

Ein Bauabschnitt oder zwei – die Abwägung

Ihr Objekt, Ihre Zahl

Was Ihre Fläche kostet, sagen wir nach dem Blick darauf

Besichtigung und Probefläche sind kostenlos. Sie erhalten eine belastbare Kalkulation statt einer Schätzung am Telefon — und entscheiden erst danach.

  • Kostenlos und unverbindlich
  • Rückruf oder E-Mail – wie Sie möchten
  • Festpreis erst nach der Besichtigung

Kostenlos und unverbindlich. Sie entscheiden erst nach der Probefläche.

Wann wir absagen: Asbestverdacht und erschöpfte Substanz

Ein Vorbehalt gilt unabhängig vom Zustand der Fläche: Faserzementplatten aus älteren Baujahren – graue Wellplatten, Ebenplatten und kleinformatige Dachplatten, verlegt bis Anfang der neunziger Jahre – können Asbestfasern enthalten. Besteht dieser Verdacht, endet unsere Zuständigkeit an dieser Stelle. Wir reinigen und beschichten solche Dächer nicht, weil jede Bearbeitung Fasern freisetzen kann und dafür eine behördliche Zulassung samt Sachkundenachweis nötig ist, die wir nicht führen.

Sie erhalten in diesem Fall den Befund schriftlich und den klaren Hinweis, sich an einen für Asbestarbeiten zugelassenen Fachbetrieb zu wenden. Diese Leistung bieten wir nicht an – auch nicht als reine Reinigung, auch nicht in kleinem Umfang und auch nicht, wenn der Auftrag daran scheitert.

Die übrigen Ablehnungsgründe sind technisch. In jedem Fall erhalten Sie eine dokumentierte Absage mit Begründung und der Empfehlung für die bauliche Lösung, obwohl wir daran nichts verdienen. Eine Beschichtung, die gegen besseres Wissen verkauft wird, arbeitet nach wenigen Wintern gegen uns – Ihr Vertrauen ist mehr wert als ein einzelner Auftrag.

  • Verdacht auf asbesthaltige Platten

    Faserzement aus älteren Baujahren kann Asbestfasern enthalten. Solche Dächer reinigen und beschichten wir nicht – dafür ist eine behördliche Zulassung mit Sachkundenachweis nötig, die wir nicht führen.

    Woran wir das festmachen: Graue Wellplatten oder kleinformatige Faserzementplatten aus der Zeit bis Anfang der neunziger Jahre.

  • Flächige Frostschäden

    Platzen Steine in größerer Zahl ab oder lässt sich Material mit dem Daumen abreiben, ist die Substanz betroffen und nicht die Oberfläche. Ein Aufbau von oben findet dort keinen festen Grund.

    Woran wir das festmachen: Abgeplatzte Schalen auf mehreren Flächen, feiner Sand in Rinne und Fallrohr.

  • Schäden im Dachaufbau

    Weiche Latten, zerrissene Unterspannbahn, durchfeuchtete Dämmung: Das sind bauliche Aufgaben, und eine Beschichtung würde sie unter einer neuen Oberfläche einschließen.

    Woran wir das festmachen: Stockflecken an der Innenbekleidung, Geruch im Dachraum, dunkles Holz an den Latten.

  • Nutzungsdauer erschöpft

    Steht die Neudeckung ohnehin an, ist jeder Betrag für die Oberfläche verloren. Entscheidend ist die Perspektive des ganzen Daches und nicht der Eindruck eines einzelnen Bauteils.

    Woran wir das festmachen: Mehrere Bauteile gleichzeitig am Ende – Eindeckung, Lattung und Anschlüsse.

Vier Befunde, bei denen wir nicht beschichten

Häufige Fragen

Gut zu wissen

Die Fragen, die uns vor einer Beauftragung am häufigsten erreichen – kompakt beantwortet.

Wann trägt eine Sanierung durch Beschichtung – und wann nicht?

Sie trägt, wenn die Steine fest liegen, Lattung und Unterspannbahn in Ordnung sind und allein der Oberflächenschutz verbraucht ist. Sie trägt nicht, wenn die Substanz am Ende ist: bei flächigen Frostschäden, mürben Oberflächen, geschädigtem Holz oder durchfeuchteter Dämmung. Welcher Fall vorliegt, klärt der kostenlose Dach-Check am ganzen Bauteil – nicht am Foto der Fläche.

Auf meinem Dach liegen graue Faserzementplatten – beschichten Sie die?

Nein. Faserzementplatten aus älteren Baujahren – Wellplatten und kleinformatige Dachplatten, verlegt bis Anfang der neunziger Jahre – können Asbestfasern enthalten. Jede Bearbeitung kann Fasern freisetzen, und dafür ist eine behördliche Zulassung mit Sachkundenachweis erforderlich, die wir nicht führen. Wir lehnen solche Aufträge daher ab, halten den Verdacht schriftlich fest und verweisen Sie an einen für Asbestarbeiten zugelassenen Fachbetrieb. Auch eine Reinigung dieser Flächen kommt für uns nicht in Frage.

Wie viele gebrochene Steine sind zu viel?

Eine Zahl gibt es nicht, entscheidend ist die Verteilung. Einzelne Brüche über die Fläche verstreut sind normal und werden getauscht. Häufen sie sich in einem Bereich, steckt meist eine Ursache dahinter – Windsog, ein Trittweg oder Frost in einer dauernd feuchten Zone. Und wenn Steine an vielen Stellen gleichzeitig aufgeben, ist das kein Reparaturfall mehr, sondern ein Hinweis auf das Ende der Nutzungsdauer.

Nach dem Sturm liegen Steine verschoben – ist das schon ein Sanierungsfall?

Zunächst ist es ein Fall für die Dichtheit. Eine verschobene Pfanne lässt Wasser auf die Unterspannbahn, und die ist als Zusatz gedacht, nicht als Dachhaut. Wir richten die Fläche, tauschen gebrochene Steine und nehmen dabei den übrigen Zustand auf – häufig ist der Sturm nur der Anlass, bei dem ein länger fälliger Zustand sichtbar wird. Unsere Fotodokumentation können Sie für eine Meldung an Ihre Versicherung verwenden; über die Erstattung entscheidet allein diese.

Mein Haus steht unter Denkmalschutz – ist eine Beschichtung möglich?

Das entscheidet nicht der ausführende Betrieb, sondern die zuständige Behörde: Bei geschützten Gebäuden ist jede Änderung des Erscheinungsbildes genehmigungspflichtig, und ein neuer Farbton auf dem Dach ist genau das. Wir beschreiben Ihnen, was technisch möglich wäre; die Genehmigung holen Sie ein, oder wir stimmen den Umfang vorab mit der Denkmalpflege ab. Ohne Freigabe wird bei uns nicht gearbeitet.

Darf ich den Farbton meines Daches frei wählen?

Technisch stehen mehrere Farbtöne zur Wahl, rechtlich nicht immer: Gestaltungssatzungen und Bebauungspläne schreiben in vielen Wohngebieten Dachform und Dachfarbe vor, in Neubaugebieten oft engmaschig. Fragen Sie vor der Beauftragung bei Ihrer Gemeinde nach, ob für Ihr Grundstück Festsetzungen gelten. In einer Eigentümergemeinschaft kommt ein Beschluss hinzu, weil die Dachfläche zum Gemeinschaftseigentum gehört.

Wir wollen Dach und Fassade machen lassen – was kommt zuerst?

Das Dach. Von oben nach unten ist keine Vorliebe, sondern Notwendigkeit: Abtrag und ablaufendes Wasser der Dachfläche landen auf der Fassade, und eine frisch bearbeitete Fassade müsste danach nachgearbeitet werden. Wird beides in einem Zug beauftragt, teilen sich die Arbeiten Zugang und Baustelleneinrichtung – der größte gemeinsame Posten. Getrennte Abschnitte sind ebenso möglich; dann fällt diese Einrichtung zweimal an.

Sollten Dachrinne und Fallrohre bei der Sanierung mitgemacht werden?

Gesichtet werden sollten sie auf jeden Fall, denn während der Dacharbeiten sind sie ohnehin im Zugriff. Zugesetzte Rinnen und undichte Übergänge bringen Wasser an die Wand und halten den Traufbereich dauerhaft feucht – das arbeitet gegen jede frisch beschichtete Fläche. Was gereinigt werden kann, halten wir im Protokoll fest; was baulich erneuert werden muss, benennen wir, damit es vor der Beschichtung erledigt wird.

Kann ich nur die Wetterseite meines Daches sanieren lassen?

Grundsätzlich ja, wenn sich die Fläche sauber abgrenzen lässt und die übrige Eindeckung intakt ist. Bedenken sollten Sie den bleibenden Farbunterschied zur unbehandelten Seite und die Fixkosten für Zugang und Baustelleneinrichtung, die bei einer Teilfläche fast genauso anfallen wie bei der ganzen. Wir rechnen Ihnen beide Varianten transparent vor, damit die Entscheidung nicht am Gefühl hängt.

Was passiert, wenn während der Arbeiten weitere Schäden entdeckt werden?

Dann wird nicht einfach weitergemacht: Wir dokumentieren den Befund mit Fotos, stimmen die notwendigen Schritte mit Ihnen ab und setzen die Arbeiten erst nach Ihrer Entscheidung fort. Unangekündigte Zusatzrechnungen oder stillschweigend überstrichene Mängel gibt es bei uns nicht – Transparenz gehört zum Verfahren.

Verändert die Sanierung den Wert meiner Immobilie?

Ein gepflegtes, geschütztes Dach trägt erkennbar zum Werterhalt bei: Die Oberfläche ist erneuert, der Witterungsschutz wieder aufgebaut und der optische Eindruck des Hauses deutlich verbessert. Eine seriös bezifferte Wertsteigerung in Zahlen kann und sollte Ihnen allerdings niemand versprechen.

Gibt es eine Garantie auf die Sanierung?

Ja, auf die Beschichtungsleistung erhalten Sie 5 Jahre Garantie gemäß unseren Garantiebedingungen. Den genauen Umfang legen wir Ihnen vor Auftragserteilung schriftlich vor. Für Bauteile, die im Zuge der Sanierung nur instand gesetzt und nicht erneuert wurden, steht im Protokoll, was das für ihre weitere Lebensdauer bedeutet.

Ihre Frage ist nicht dabei?

Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns – wir antworten meist noch am selben Tag.

Ihr Beweis vor der Entscheidung

Kostenlose Probefläche: Sie sehen das Ergebnis an Ihrer eigenen Wand

Kein Prospektbild, kein Versprechen – wir reinigen einen abgegrenzten Bereich an Ihrem Objekt. Sie vergleichen vor Ort mit der unbehandelten Fläche daneben und entscheiden erst danach, ob wir weitermachen.

Dachfläche zur Hälfte anthrazit beschichtet, daneben die unbehandelte Fläche im Originalzustand
Genau so sieht eine Probefläche ausOriginalfoto aus einem Auftrag – dieselbe Dachfläche, behandelt und unbehandelt direkt nebeneinander.
  • Kostenlos und ohne Verpflichtung
  • Rückruf in der Regel am selben Werktag
  • Festpreis erst nach der Besichtigung
  • 5 Jahre Garantie gemäß Garantiebedingungen

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Probefläche anfragen – vier Angaben genügen

Wir klären Untergrund und Zugang im Gespräch und stimmen den Termin ab. Rückruf oder E-Mail – wie Sie möchten.

Kostenlos und unverbindlich. Sie entscheiden erst nach der Probefläche.

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